+ Abonnieren

Besonderer Apfelbaum steht nun hinter dem Klostercafe

Ein besonderes Geschenk nahmen  Äbtissin Franziska Lukas OSB und Hans Eveslage, Vorsitzender der Kardinal von Galen Stiftung – Burg Dinklage entgegen. Am Todestag des Seligen Clemens August Kardinal von Galen erhielt das Kloster einen Apfelbaum mit dem Namen „Kardinal Graf Galen“.
Dieter Lammerding, langjähriger Redakteur der Münsteraner Kirchenzeitung „Kirche&Leben“ und seit seinem Ruhestand leidenschaftlicher Gärtner, hatte dieses Bäumchen in einer Baumschule in Österreich entdeckt. Dort hat man sich auf alte Obstbaumsorten spezialisiert. Auch wenn die Herkunft des Apfels nicht eindeutig zu belegen ist, freut sich Lammerding, dass der Baum jetzt auf dem Gelände der Burg Dinklage hinter dem Klostercafé einen sonnigen und für die Öffentlichkeit zugänglichen Platz gefunden hat.
Die Apfelsorte wird dem als „Apfelpfarrer“ bekannten Pfarrer Korbinian Aigner aus Bayern (1885 bis 1966) zugeschrieben. Ebenso wie der Bischof von Münster nahm auch Aigner gegen die nationalsozialistischen Machthaber kein Blatt vor den Mund. Er wurde denunziert und ins Konzentrationslager deportiert. Schon während seiner Inhaftierung beschrieb und züchtete er Äpfel, die er aus Apfelsamen zog. Man kann es als stillen Widerstand bezeichnen, dass Aigner einem seiner Bäumchen den Namen eines anderen NS-Gegners – Kardinal von Galen – gegeben haben soll.

Zum Foto: Hans Eveslage (von links), Äbtissin Franziska Lukas und Dieter Lammerding pflanzen den „Kardinal-von-Galen“ ein. Foto: Soegtrup

Weiterlesen »

Published on: 7 April
Posted by: ovadmin

Die Königin der Gemüse lockt: Im Rheinischen Hof beginnt jetzt die Spargelsaison
Stadt Dinklage veranstaltet Kaffeetafel für Altersjubilare