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Dinklager Sozialdemokraten besuchen St. Anna Stiftung – Fördermittel für Krankenhausumstrukturierung

Mitglieder des Dinklager SPD-Ortsvereins besuchten die St. Anna Stiftung und informierten sich über die verschiedenen Einrichtungen innerhalb der Stiftung. „Angefangen mit dem Betrieb des Krankenhauses vor über 120 Jahren als Kernaufgabe kam es durch notwendig gewordene Veränderungsprozesse zur Weiterentwicklung der Aufgabenfelder“, stellen Werner Schulze (Vorstand) und Benno Fangmann (Mitglied des Stiftungsrates) fest. Heute arbeiten 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Frühförderung und Entwicklungsberatungsstelle, Kinderbetreuung, Sozialstation, Tagespflege, Altenwohnhaus, Hospiz, Küche, Haustechnik, Wäscherei und Verwaltung. Überwiegend sind die Einrichtungen in stiftungseigenen Gebäuden untergebracht.

„Die SPD Dinklage begrüßt es ausdrücklich, dass fast alle Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und diese auch nach Tarif entlohnt werden“, betont Susanne Witteriede (SPD). Im Weiteren werden die Aufgaben der St. Anna Stiftung in vielfältiger Weise durch Ehrenamtliche und den Förderverein für das Kinderhaus und den Hospizverein Dinklage unterstützt. Auch der Stiftungsrat arbeitet ausschließlich ehrenamtlich.

Mit der Frühförderung und dem heilpädagogischen Kindergarten ist die St. Anna Stiftung schon seit über 40 Jahren in der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen tätig, während vor etwa 20 Jahren der Einstieg in die Senioren- und Hospizbetreuung erfolgte. Heute sind im Kinder- bzw. Frühförderhaus neben den zwei heilpädagogischen Gruppen mit je acht Plätzen zwei Integrationsgruppen, eine Regelgruppe und zwei Kinderkrippen untergebracht. „Unsere Bedingungen sind so, dass wir den inklusiven Herausforderungen und Erfordernissen nachkommen können“, sagt Werner Schulze. „Hinsichtlich der zum Jahresende auslaufenden Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit dem Landkreis im Bereich der Frühförderung muss dafür gesorgt werden, dass der Kostenträger die Leistungen auskömmlich und tarifentsprechend vergütet“, fordert das SPD-Kreistagsmitglied Matthias Windhaus.

Mit Übernahme der Sozialstation im Jahr 2007 wurden auch sukzessiv die Tagespflege, das betreute Wohnen und die vollstationäre Pflege unter anderem in Senioren-Hausgemeinschaften ausgebaut. Aktuell sind weitere 14 Plätze in der Tagespflege und 11 Plätze im Bereich Betreutes Wohnen in der Planung. „Stadtverwaltung und Ratsgremien haben die Änderungen des Bebauungsplanes entsprechend auf den Weg gebracht“, so das SPD-Bauausschussmitglied Ludger Burhorst.

Zum 31.12. stellt das Lohner Krankenhaus, dem vor 10 Jahren die Betriebsführung des St. Anna Hospitals übertragen wurde, seinen Betrieb in den Dinklager Räumlichkeiten ein. Die St. Anna Stiftung als Eigentümerin strebt eine sinnvolle Nachnutzung des Krankenhausgebäudes an. Zum einen soll die ambulante Versorgung in den Bereichen Chirurgie und Orthopädie durch die Ärzte des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) weitergeführt und ausgebaut werden. Dazu müssen Investitionen im Bereich baulicher Veränderungen und Erneuerung von Anlagen getätigt werden. Zum anderen sollen Räume zu einem Angebot der teilstationären Hospizversorgung als Ergänzung zum bestehenden stationären Hospiz sowie zu einer Praxis für Logopädie umgebaut werden. „Mit diesen wichtigen und einem konkreten Bedarf entsprechenden Angeboten setzen wir die beabsichtigte Umwandlung zu einem Gesundheitszentrum fort“, sagen die beiden Vertreter der St. Anna Stiftung.

„Den Antrag der St. Anna Stiftung an das Sozialministerium auf Förderung aus Mittel des Krankenhausstrukturfonds haben wir seit einem Jahr in enger Absprache mit unserer Landtagsabgeordneten Renate Geuter unterstützt“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Windhaus. Erfreulicherweise hat der Krankenhausplanungsausschuss Niedersachsen jetzt auf Vorschlag des Sozialministeriums beschlossen, die Maßnahme in Dinklage in der Größenordnung von 500.000 Euro für den Strukturfonds des Bundes für Strukturmaßnahmen im Krankenhausbereich anzumelden. Foto: Windhaus

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Published on: 3 September 2016
Posted by: ovadmin

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