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„Es ist sehr angenehm, in Dinklage zu leben“: Philip Weiss im Porträt

Wie ist der Geschäftsführer, der selbstständige Handwerker oder die Ladenbesitzerin eigentlich privat? Wo kommt er oder sie her? Warum hat er oder sie gerade diesen Beruf ergriffen? Wir gucken regelmäßig hinter die Kulissen und stellen die Dinklager Geschäftswelt und deren Protagonisten vor. Weiter geht es heute mit Philip Weiss von Augenoptik und Hörsysteme Weiss.

„Die Menschen hier sind sehr freundlich, offen und gelassen. Es ist einfach sehr angenehm, in Dinklage zu leben.“ Philip Weiss, der als Augenoptikmeister und Hörakustikmeister im Familienbetrieb Augenoptik und Hörsysteme Weiss tätig ist, ist Dinklager durch und durch und fühlt sich in seiner Heimatstadt sehr wohl. Was nicht zuletzt auch an den Menschen liegt. „Man kennt sich ein Leben lang, der Zusammenhalt ist sehr gut und die Atmosphäre bei Events wie dem Dinklaoger Dag sehr angenehm“, erklärt der 37-Jährige und ergänzt mit einem Lächeln: „In der Altersklasse von 25 bis 50 Jahren kennt man fast jeden. Und auch in den umliegenden Ortschaften hat man viele Freunde und Bekannte.“ Zudem empfindet er die Landschaft als sehr reizvoll. „Ich bin immer mal wieder gerne in der Stadt, zum Leben finde ich es hier schöner!“
Nach seinem Realschulabschluss 1997 absolvierte der Dinklager zunächst eine dreijährige Ausbildung zum Augenoptiker – zwei Jahre im elterlichen Betrieb und ein Jahr in einem Betrieb in Lingen. Nach dem zehnmonatigen Zivildienst machte Philip Weiss zunächst sein Fachabitur an der Fachoberschule Technik in Lohne. Anschließend sammelte er im heimischen Unternehmen weitere Erfahrungen, um von 2005 bis 2006 den Augenoptikmeistertitel zu erwerben. Die Meisterschule besuchte Philip Weiss in Dormagen. Ab 2007 folgte dann die dreijährige Ausbildung zum Hörgeräteakustiker bei Augenoptik und Hörsysteme Weiss. „Die Berufsschule habe ich damals in Lübeck besucht“, erinnert sich der Fachmann für Augen und Ohren und erklärt: „Ich war danach total begeistert von dem Beruf, so dass ich von 2012 bis 2013 den Meister in der Hörgeräteakustik erworben habe. Seit 2013 konnte ich nun als 2-facher Meister im Familienbetrieb tätig werden und das mit vollem Engagement und Freude an diesen Aufgaben. Mit im Team ist meine Schwester Eva, die ebenfalls beide Qualifikationen hat. Im Ganzen sind bei uns in der Firms Weiss vier Augenoptik-Meister und zwei Hörakustik-Meister tätig.“
„Die Hörgeräteakustik ist sehr innovativ und spannend. Hörgeräte sind mittlerweile Mini-Computer mit ganz vielen Funktionen.“ In der Hörgeräteakustik hat Philip Weiss meistens mit älteren Kunden zu tun, was ihm viel Freude bereitet. Zudem gefällt ihm der Abwechslungsreichtum bei seiner Arbeit: „Es wird nie langweilig. Hörgeräte müssen so unauffällig wie möglich wirken, während Brillen auch als modisches Accessoire eine hohe Aufmerksamkeit erzeugen sollen.“ Gerade die Refraktion der Augen und die präzise Anfertigung der Brillen ist seine weitere Haupttätigkeit. In der Hörgeräteakustik verhilft der zweifache Vater seinen Kunden zu besserem Hören. Mithilfe eines Ohrabdrucks wird ein Rohling angefertigt, das Hörgerät nach einer genauen Analyse des Hörverlustes bestimmt und beides individuell und verträglich kombiniert, damit ein gutes Hören erzielt wird. Zum Beispiel ist das Hören in der Gesellschaft ist für viele ältere Menschen sehr schwierig. Hier hilft weitgehender persönlicher Kontakt zum Kunden, um ein optimales Ergebnis zu bekommen. Erkennen der persönlichen Hörsituation des Kunden und Einfühlungsvermögen für die individuelle Hörstörung sind für Philip Weiss am wichtigsten für die Anpassung der besten Hörhilfe.
Früher wollte Philip Weiss kurzzeitig Grafik-Designer werden. Doch das war schnell kein Thema mehr, so dass der Weg in den Familienbetrieb frei war. „Das Geschäft kannte ich ein Leben lang und bin damit aufgewachsen. Es hat mir immer gefallen. Das ist der Grund, weshalb ich meinen Beruf gewählt habe und in Dinklage geblieben bin“, erklärt der Hobby-Basketballer und lächelt. Eine Entwicklung, die er keinesfalls bereut. „Ich mag den Kundenkontakt sehr und die Tätigkeiten sind immer abwechslungsreich. Und es gefällt mir, ein Teil des Ganzen in unserem Familienbetrieb zu sein.“ Zudem besucht Philip Weiss viele Schulungen und Fortbildungen. „Man muss sich selbstverständlich ständig weiterbilden. Außerdem lernt man dort viele Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet kennen, mit denen man Erfahrungen austauschen kann.“
In seiner Freizeit stehen für Philip Weiss seine beiden Söhne Fabio (zwölf Jahre) und Tito (fünf Jahre) an erster Stelle. Zudem hört der 37-Jährige, der früher selbst Instrumente gespielt und als DJ aktiv war, sehr gerne Musik. „Alles querbeet, da habe ich keine bestimmte Richtung.“ Darüber hinaus ist er aktiver Basketballer in der zweiten Herren-Mannschaft des TV Dinklage, die jüngst den Aufstieg in die Kreisliga feierte. Auch Joggen und Fitness zählen zu den Hobbys von Philip Weiss.
In Zukunft möchte Philip Weiss noch viel von der Welt sehen. So reizen ihn insbesondere Südamerika und Afrika. Kuba und Nordamerika hat der Hörgeräteakustikmeister unter anderem bereits bereist. Insbesondere spanischsprachige Länder reizen den Dinklager, der fließend Spanisch spricht und schon viele Kontakte nach Südamerika pflegt. Chile steht weit oben auf der Liste der kommenden Reiseziele.
Wie soll sein Leben in zehn Jahren aussehen? „Gesundheit, familiäre Zufriedenheit und persönlicher Erfolg wären mir sehr wichtig“, sagt Philip Weiss.
Und vor allem möchte er das Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Schwester Eva und den Mitarbeitern erfolgreich weiterentwickeln. „Man kann nicht in die Zukunft schauen“, sagt Philip Weiss, für den aber eines klar ist: „Mein Leben wird weiterhin auf meine Kinder und auf unseren Betrieb ausgerichtet sein.“ Text/Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 30 Juni 2017
Posted by: ovadmin

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