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Essen – Dom und Weihnachtsmarkt

Die letzte diesjährige Kulturreise des Heimatvereins  Dinklage ging in die Ruhrmetropole Essen. Während einer Führung erfuhren 55 Dinklager Heimatfreunde die  Geschichte des Essener Domes und des dazugehörigen Klosters. Um 850 gründete der sächsische Adlige und Bischof von Hildesheim Altfrid in  Essen ein Frauenstift für den sächsischen Adel. Es lag nur einige Kilometer nördlich des Männerklosters Werden aus dem Jahre 800. Der Adelige Altfrid wollte, dass die Essener Stiftsfrauen für seine Seele beten. Er wurde daher nach seinem Tod 874 in der Essener Stiftskirche bestattet. In den folgenden Jahrhunderten schenkte das ottonische Kaiserhaus dem Essener Frauenstift wertvolle Kunstwerke und über 3000 abgabepflichtige Bauernhöfe. Später wurde die Äbtissin des Stifts Reichsfürstin und, obwohl die Umgebung evangelisch wurde, blieb sie bis zur Säkularisation 1802 Landesherrin.

Die Stiftskirche Cosmas und Damian wurde 1958 zur Domkirche des neu geschaffenen Ruhrbistums erhoben. Beeindruckend waren die neue Adveniatkrypta mit ihrer Bilderwelt aus Beton, der um 1000 geschaffene monumentale siebenarmige Leuchter, der älteste der Christenheit, die Goldene Madonna von 980, die älteste vollplastische Marienfigur der Welt und die an die Alhambra erinnernden Säulen. Im Innenhof des Kreuzganges sahen die Heimatfreunde das Grab des aus Dinklage stammenden Domkapitulars Bernhard Mäkel. Er gehörte 1958 zusammen mit dem ersten Ruhrbischof Hengsbach zu den Gründern des Bistums Essen.

Nach einem guten Mittagessen besuchten alle Teilnehmer den Essener Weihnachtsmarkt. Mit Einbruch der Dämmerung erstrahlte dieser in tausenden von Lichtern. Am Abend kehrten die Teilnehmer von dieser informativen Weihnachtsfahrt wohlbehalten nach Dinklage zurück. Text/Foto: Hoymann

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Published on: 23 Dezember 2017
Posted by: ovadmin

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