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Holzbau Brockhaus sendet seinen Azubi 
Johannes Küpper nach Dublin

Austauschmöglichkeiten gibt es nicht nur für Studierende, sondern auch für Auszubildende. ErasmusPlus (Erasmus+) heißt das Programm, das Lehrlingen während und kurz nach ihrer Ausbildung einen solchen Perspektivwechsel ermöglicht.

Johannes Küpper (rechts auf dem Foto) hat im Oktober 2017 über das Programm ein Auslandpraktikum in Irland absolviert. Drei Wochen lang arbeitete der 20-Jährige auf einer Baustelle in Dublin und absolvierte zuvor einen einwöchigen Sprachkurs in der irischen Hauptstadt. Gewohnt hat er bei einem älteren Ehepaar. „Ich würde es noch einmal machen“, lautet das Fazit des Auszubildenden nach seiner Rückkehr.

Küpper erlernt den Beruf des Zimmermanns bei Holzbau Brockhaus in Dinklage. Geschäftsführer André Brockhaus (links auf dem Foto) hatte über einen Flyer der Handwerkskammer Oldenburg und einen Artikel von dem Austauschprogramm erfahren und seinem Auszubildenden eine Teilnahme angeboten. Im Ausland lerne man, nicht alles durch eine „deutsche Brille“ zu sehen und auch mal „um die Ecke zu denken“, sagt Brockhaus, der selbst als Student einige Zeit in Finnland verbracht hat. „Für die Teilnehmer ist es eine gute Erfahrung“, sagt Brockhaus. Auch er zieht ein positives Fazit, obwohl ihm sein Azubi in den vier Wochen im Betrieb schon gefehlt habe.

Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum bislang die Teilnehmerzahlen an dem Programm überschaubar sind. Im vergangenen Jahr seien neben Küpper nur zwei weitere Auszubildende aus dem Landkreis Vechta mit Erasmus+ ins Ausland gegangen, sagt Kirsten Grundmann. Sie betreut als Mobilitätsberaterin bei der Handwerkskammer Oldenburg die Unternehmen und Auszubildenden kostenlos.

Im Jahr 2017 habe es eine große Nachfrage von Tischlern nach dem Programm gegeben, aber auch von Konditoren, Bäckern und Elektronikern, sagt Grundmann. Insgesamt hat es in den Jahren von 2013 bis 2017 rund 230 Entsendungen aus dem Kammerbezirk gegeben, davon 20 aus dem Landkreis Vechta.
Für 2018 zeichne sich eine verstärkte Nachfrage von Zimmerern sowie Kfz- und Landmaschinen-Mechatronikern ab. Aus dem Landkreis Vechta haben sich eine angehende Fotografin und eine angehende Tischlerin angemeldet.

Das Austauschprogramm ist keine Einbahnstraße, sondern auch deutsche Betriebe können ausländische Lehrlinge aufnehmen. Im vergangenen Jahr kamen so insgesamt 24 junge Menschen, unter anderem aus Frankreich, Österreich, Schweden und Dänemark, für ein Praktikum in den Kammerbezirk Oldenburg. Doch keiner der angehenden Fachkräfte schnupperte im Landkreis Vechta in einen Betrieb hinein. Text/Foto: Smalian

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Published on: 14 Januar
Posted by: ovadmin

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