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In den Himmel zu kommen ist nicht einfach

In den Himmel zu kommen ist nicht einfach – diese Erfahrung macht der plötzlich verstorbene Polizeibeamte Heinz Stenzel als er ans Himmelstor klopft und um Einlass bittet. Nach der am Sonntag gelungenen Premiere des plattdeutschen Dreiakters „De Himmel teuwt nicht“, geschrieben von Autor Wilfried Lösekan, zeigt der Theaterclub Jung Bünne noch elf Mal welche Hürden der „Himmelsstürmer“ zu meistern hat, bevor er die Schwelle des ewigen Glücks übertreten darf.
Gleich drei neue Gesichter feierten auf der Bühne des Landgasthofes Meyer ihr erfolgreiches Debüt. Dirk Fiswick als verstorbener Polizeibeamter, Max Moormann als treuer Tischlergeselle und Mathias Dödtmann als erbschleichender Schwager. Als neugierige Schwägerin kehrt zur eigenen und zur Freude der Zuschauer Elke Prues auf die Bühne zurück.
Für das eindrucksvolle Start- und Schlussbild der Himmelspforte, vor der bei dieser Komödie der Polizist Heinz Stenzel (Dirk Fiswick) sitzt, um in die Ewigkeit hinüberzuwechseln, gebührt den Bühnenbauern ein Kompliment. Zudem hat Regisseur Thomas Fangmann mit einem zweiten Vorhang geschickt die Übergänge vom Jenseits zurück auf die Erde gelöst. Denn wie es die himmlische Regel verlangt, hat Stenzel da unten noch eine letzte Aufgabe zu erledigen, bevor er ins Paradies wechseln darf. Ihm wird aufgetragen, innerhalb weniger Stunden den ebenso plötzlich und unerwartet verstorbenen Tischlermeister Anton Beumker (Bernd Vodde) abzuholen und mit heraufzubringen. Doch diese scheinbar leichte Aufgabe wird zu einem Geduldsspiel, weil Anton Beumker sich strikt weigert, den irdischen Platz zu verlassen. Dieser hat dringend noch etwas Wichtiges zu erledigen. Stenzel bleibt nichts weiter übrig, als ihm bei dieser Herzensangelegenheit zu helfen.
Selbstverständlich fehlt es nicht an humorvollen Szenen, zu denen unter anderem Uwe Bokern-Kersting als Beumkers Nachbar Robert Schnellberger beiträgt. Ab einen bestimmten Promillepegel entdeckt er für sich ungeahnte überirdische Fähigkeiten. Letzteres Talent beansprucht die Haushälterin Elke Petersen selbstbewusst für sich. Bei der meditativen Kontaktaufnahme mit dem Geist des toten Tischlermeisters Beumker holt sie sich die Unterstützung des Tischlergesellen Bernd Harms (Max Moormann), was zu einer der köstlichsten Szenen des Stücks führt. Selbstverständlich fehlen auch die Erbschleicher nicht. Weil Schwager Adalbert Froschmeier (Mathias Dödtmann) und dessen Ehefrau Edeltraut (Elke Prues) dahintergekommen sind, dass ein hoher Lottogewinn das „Erbgut“ bereichert, treiben sie ein seltsames Trauerspiel. Ob es Tischlermeister Beumker gelingt, seiner trauernden Tochter Anke (Sara Hausfeld) das millionenschwere Erbe, quasi aus dem Jenseits, komplett zukommen zu lassen, bleibt an diese Stelle ein gut gehütetes Geheimnis.

Kartenvorverkauf: Buchhandlung Heimann, Dinklage, Burgstraße 4, Telefon 04443 961230. Eintritt: sechs Euro, Vorstellungen mit Kaffee und Kuchen, 13 Euro.
Aufführungstermine: Sonntag (22. Januar) 14.30 Uhr, in der Pause Kaffee und Kuchen; Samstag (28. Januar) 19 Uhr; Sonntag (29. Januar) 14.30 Uhr, in der Pause Kaffee und Kuchen; Freitag (3. Februar) 19 Uhr; Sonntag (5. Februar) 14.30 Uhr, in der Pause Kaffee und Kuchen; Samstag (11. Februar) 19 Uhr, anschließend After Show Party; Sonntag (12. Februar) 17 Uhr; Mittwoch (15. Februar) 19 Uhr; Freitag (17. Februar) 19 Uhr; Sonntag (19. Februar) 17 Uhr; Samstag, (25. Februar) 19 Uhr.
Weitere Informationen unter der Internetadresse www.theaterclub-jung-buenne.de

Zum Foto: Scheinheilig: Interessiert lauschen die beiden Toten, Polizeibeamter Heinz Stenzel (Dirk Fiswick, 3. von links) und Tischlermeister Anton Beumker (Bernd Vodde, 2. von rechts),dem Gespräch von Schwager Adalbert Froschmeier (Mathias Dödtmann) und dessen Ehefrau Edeltraut (Elke Prues, links), die Beumkers Haushälterin Elke Petersen (Sonja Hausfeld) gegenüber ihr Beileid heucheln. Foto: Vollmer

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Published on: 22 Januar
Posted by: ovadmin

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