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„Märchenhafter Abend für und von Frauen“

Zu einem „Märchenhaften Abend für und von Frauen“ mit der Lohner Märchenerzählerin Conny Sandvoß lädt der Bürger- und Kulturring Stadt Dinklage ein. Er findet statt am Freitag (10. Februar) ab 20 Uhr im Saal Suntken, Bürgerstuben, in Dinklage. Der Eintrittspreis beträgt 21,50 Euro. Anmeldungen und Informationen: Kulturring Dinklage, Emily Greschner, Telefon 04443/2076, E-Mail: kulturring.dinklage@gmail.com; Buchhandlung Heimann/Triphaus in Dinklage, Burgstraße, Telefon 04443/961230. Im Preis inbegriffen sind zwei Getränke und kulinarische Überraschungen.
In den so typischconnisandvoss-von-vorne-mareike-sandvoss-1en Grimm‘schen Märchen kommen Frauen nicht so richtig gut weg; Rotkäppchen erscheint als unwissend-naiv, Dornröschen legt sich zum Schlafen nieder anstatt das Leben in die eigenen Hände zu nehmen, und die Prinzessin im Froschkönig wird als pubertierende Jugendliche dargestellt.
Doch es gibt auch ganz andere Märchen, sagt Conny Sandvoß. Märchen aus uns fremden Kulturkreisen, die die Rolle der Frau völlig anders widerspiegeln: Frauen, die nicht blind durch ihr Leben gehen, sondern sich mit allen Gefahren, mit Liebe, Trauer und Tod auseinandersetzen.
Conny Sandvoß hat zwei fast erwachsene Kinder, wohnt in Lohne und ist hauptberuflich als Erzieherin im Kindergarten tätig. Sie sagt: „Zum Märchen-Erzählen bin ich durch einen Zufall gekommen. Ende 2007 habe ich auf einer Fortbildung Heinrich Dickerhoff aus Stapelfeld kennen gelernt. Er hat zum Abschluss der Veranstaltung ein Märchen erzählt. Das hat mich so berührt, dass ich es selbst erlernt habe. Mittlerweile arbeite ich mit Märchen nebenberuflich auf der ganzen Bandbreite der Erwachsenenbildung, als Erzählerin, Religionspädagogin und Mutmacherin zwischen Wangerooge und Innsbruck.“
Märchen sind nicht Kinderkram oder Lügengeschichte, so Sandvoß, sondern wunderbare Poesie gegen die Hoffnungslosigkeit und ein Leben ohne Wunder: „Märchen wollen uns nicht erziehen, sondern berühren und verzaubern und sie wirken wie ein Spiegel unserer Seele und unserer Lebenswirklichkeit: sie beschwören die uralte Sehnsucht der Menschen, dass die Liebe stärker ist als der Tod und dass sich im Leben etwas verändern kann – wenn auch nicht ohne eigenes Zutun. Für mich sind Märchen das beste Mittel der Prävention; sie sind reine Mut-mach-Geschichten.“ Fotos: privat/Mareike Sandvoß

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Published on: 5 Januar
Posted by: ovadmin

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