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Mit Blühstreifen soll ökologische Vielfalt in Dinklage erreicht werden

Die fehlende ökologische Vielfalt in den Städten und Gemeinden des Landkreises Vechta ist ein derzeit allgegenwärtiges Thema. Jüngst hatten die Naturschutzverbände zum Artenschutz aufgerufen und gleichzeitig den Rückgang der Artenvielfalt im Landkreis beklagt. Dieser Entwicklung will die Stadt Dinklage nun mit der Anlegung von Blühstreifen entgegen wirken und nimmt damit eine Vorreiterrolle im Landkreis ein.

An drei Stellen in der Stadt werden zunächst entsprechende Blumenwiesen angelegt. Ausgegangen war die Initiative zur Anlegung von Blühstreifen von Anträgen aus der Politik seitens der SPD und des Bürgerforums zur Thematik Artenschutz/Biodiversität mit dem Schwerpunkt Insekten und Vögel.

Der Gartenbaubetrieb Bocklage & Jost aus Bakum hat bereits mit den Arbeiten zur Anlegung der Blühstreifen begonnen. So werden an drei Standorten entlang der Dinkel (zwischen Schulstraße und Herbordstraße), in der Grünfläche des Wohngebietes Mühlenbachtal sowie im Bereich der Freileitungstrasse zwischen der Märschendorfer Straße und dem Dinklager Ring die Arbeiten durchgeführt. Hierzu werden die entsprechenden Flächen zunächst für die Aussaat des Mischgutes maschinell vorbereitet.

„Für die Zusammenstellung der Saatmischungen ist vorrangig die Erreichung einer ökologischen Vielfalt ausschlaggebend“, sagt Anne Miosga vom Dinklager Bauamt. Da die beiden Standorte entlang der Dinkel und im Mühlenbachtal häufig von Radfahrern und Spaziergängern frequentiert seien, werde bei der Zusammensetzung der Mischung ein höherer Anteil an Blumensamen gewählt, um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden und auch etwas „für das Auge“ zu haben, so Miosga weiter.

Wie Anne Miosga weiter ergänzt, wird in unmittelbarer Nähe zur Blumenwiese eine so genannte „Blenke“ angelegt. „Dabei handelt es sich um eine weitere flache Wassermulde, die zur Erreichung der ökologischen Vielfalt beitragen soll“, so Miosga. Durch das Angebot an verschiedenen Lebensräumen soll der Grundstein für die Entwicklung einer großen Artenvielfalt gelegt werden.

Die Stadt Dinklage nimmt mit diesen Maßnahmen eine Vorreiterrolle ein und hofft, dadurch Grundstückseigentümer zu animieren, dass Hausgärten sowie Industrie- und Gewerbeflächen möglichst insektenfreundlich gestaltet werden. Foto: Westermann

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Published on: 20 Mai
Posted by: ovadmin

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