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„Auf Branche kommen spannende Zeiten zu“: Steuerberater Stefan Tepe im Interview

Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl.-Kfm. Stefan Tepe bewegt sich mit seiner Kanzlei und im Verbund mit der Kottkamp, Tepe & Meyer GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgreich auf einem sich stets im Wandel befindlichen Markt. Im Interview mit Made in Dinklage erklärt der Beratungsfachmann, welches die aktuellen Herausforderungen in seiner Branche sind und wie diese bewältigt werden können.

 
Herr Tepe, was sind momentan und in den nächsten Jahren die größten Herausforderungen auf dem Steuerberatermarkt?

Stefan Tepe: Die zwei großen Themen, mit denen sich die Steuerberaterbranche derzeit beschäftigen muss, sind eindeutig der demografische Wandel einerseits und die zunehmende Digitalisierung andererseits. Beide Themen, mit denen sich die Bundessteuerberaterkammer umfassend in der Broschüre “Steuerberatung 2020” beschäftigt hat, sind allerdings nicht getrennt voneinander zu sehen, sondern auch im Lösungsweg miteinander verbunden. Bei diesen Themen handelt es sich um strategische Fragen, die die Kanzleiführung hinsichtlich der zukünftigen Positionierung für sich beantworten muss. Daneben bleibt natürlich das Tagesgeschäft, das in unserer Kanzlei sehr intensiv von der umfassenden Beratung aller Mandanten geprägt ist. Unsere Mandanten können sich jederzeit mit allen Fragen an uns wenden. Wir schaffen – auch in Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern – zielgerichtete Lösungen.

 
Welche Herausforderungen ergeben sich aus dem demografischen Wandel konkret für die Branche?

Stefan Tepe: Aus der demografischen Entwicklung resultiert – wie in nahezu allen Branchen – natürlich auch für uns ein zunehmender Fachkräftemangel. Mit dieser Entwicklung müssen wir uns auseinandersetzen und das immer knappere Gut „Arbeitszeit“ so einsetzen, dass es für alle, d.h. für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den größtmöglichen Nutzen bringt. Die Arbeitsprozesse müssen schlichtweg noch effizienter werden; wir müssen uns hinterfragen, ob die Arbeitsweisen der Vergangenheit auch in der Zukunft noch angewendet werden können. Und da kommt auch schon die zunehmende Digitalisierung ins Spiel.

 
Inwiefern geschieht das genau?

Stefan Tepe: Wichtig ist, dass die heute sehr professionellen EDV-Systeme nebst Software so genutzt werden, dass effizient gearbeitet werden kann. Im Rahmen des digitalen Rechnungswesens werden wir neben der klassischen Finanzbuchhaltung zukünftig für unsere Mandanten auch verstärkt den Zahlungsverkehr und das Mahnwesen übernehmen und unsere Mandanten somit weiter entlasten.

Im Rahmen der digitalen Buchführung werden sämtliche Belege eingescannt und digitalisiert mit der jeweiligen Buchung verbunden, so dass unsere Mandanten im Rahmen der Unternehmenssteuerung sowie unsere Mitarbeiter mit einem Klick auf das gewünschte Dokument zurückgreifen können. In den Unternehmen entfällt bei einer Weiterentwicklung zum sog. „Ersetzenden Scannen“ der Arbeitszeitverlust durch die aufwändige Suche nach Dokumenten in prall gefüllten Ordnern sowie die kostenintensive Archivierung von Unterlagen.

Die klassische monatliche Buchführung wird sich im Arbeitsprozess dahingehend verändern, dass in kürzeren Intervallen, z.B. wöchentlich oder gar täglich, gebucht wird, um die weiteren Tätigkeiten regelmäßig vornehmen zu können. Auf diese Weise erhält der Unternehmer stets aktuelle Einblicke in die Entwicklung seines Betriebes. Wir als Kanzlei können dabei das Controlling aktiv mitgestalten und den Unternehmer noch besser beraten, so dass z.B. Investitions- oder Finanzentscheidungen zielgerichtet getroffen werden können.

Diese Arbeitsweise führt schließlich zu einer besseren Vernetzung zwischen Kanzlei und Mandanten und zur Steigerung der Effizienz unserer Mandanten und auch unserer Kanzlei.

 
Welches Fazit ziehen Sie?

Stefan Tepe: Auf die Branche kommen spannende Zeiten zu. Wir gestalten diese Zeiten aktiv mit und sind sehr gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 23 Juni 2016
Posted by: ovadmin

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