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Elektrotechnik Stromann und Meiners baut Dosiertische für die Eierverarbeitung

Er ist eine Institution bei der Elektrotechnik Stromann und Meiners GmbH. Seit 30 Jahren ist Manfred Stromann, Bruder des früheres Mitinhabers, im Dinklager Unternehmen tätig. Er ist der Fachmann, wenn es im Traditionsbetrieb um den Bau von Dosiertischen geht. Dabei handelt es sich um Produkte für die Eierverarbeitung, die wie folgt zum Einsatz kommen: Die frisch gelegten Eier aus einem Hühnerstall laufen von einem oder mehreren Förderbändern auf den Dosiertisch. Dort werden sie auf einem Band aus Kunststoffelementen durch einen Trichter geführt und auf diese Weise reduziert, bevor es in die Eiersortiermaschine geht. Ist der Druck am Trichterauslauf aufgrund zu vieler Eier auf dem Dosiertisch zu groß, stoppt das Band automatisch, damit die Eier keinen Schaden nehmen. Die Tische werden für das Barnstorfer Unternehmen Lubing produziert, und von dort zum Teil international weiter vertrieben. Es handelt sich bei den Dosiertischen um ein Baukastensystem, bei dem sich viele Komponenten wiederholen. Je nach vom Kunden gewünschter Größe werden die Kunststoffmatte und die Bleche gefertigt.IMG_1641

IMG_1642Die Dosiertische werden in der Werkstatt des Fachbetriebes komplett aufgebaut, Probe gefahren, anschließend verpackt und zum Transport abgeholt. Diese Dosiertische werden bereits seit etwa 30 Jahren im Unternehmen gebaut. „Das System wurde nach und nach verfeinert, ergänzt und weiterentwickelt“, sagt Manfred Stromann, der die Veränderungen hautnah miterlebt hat. So sei damals zunächst ein kettenbetriebener Motor eingesetzt worden, der allerdings mit Verschließerscheinungen zu kämpfen gehabt habe. Mittlerweile werden Hohlwellenmotoren verbaut. „Es gibt keinen Verschleiß und kein Wippeln“, erläutert der Steinfelder. Früher bestand das Band aus Drahtelementen, heute aus speziellem für die Lebensmittelverarbeitung zugelassenen Kunststoff. „Das ist besser von der Hygiene her und einfacher für die Säuberung“, erklärt Manfred Stromann. Da ansonsten rostfreier Edelstahl verbaut sei, könnte die Anlage per Hochdruckreiniger von Schmutz befreit werden. Derzeit werden im Unternehmen etwa zwei Dosiertische pro Monat produziert. Der im Bild dargestellte Tisch hat die Maße 1,98 mal 1,50 Meter, der größte je bei Stromann und Meiners gebaute Dosiertisch hatte eine Abmessung von etwa vier mal vier Metern.

IMG_1632Wenn die Eier den Dosiertisch verlassen haben, werden sie über eine Anschubmatte in einen Packerkopf transportiert. Von dort werden sie in der gewünschten Position auf die Eierpalette gesetzt. Der Packerkopf ist ein Teil der Eiersortiermaschine, er läuft den ganzen Tag, daher ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Und diese Wartung der Packerköpfe nehmen ebenfalls die Fachleute von Stromann und Meiners vor, ebenso wie die Säuberung und die Reparatur, sofern erforderlich.IMG_1635

Ferner bietet Stromann und Meiners seinen Kunden besonderen Service: Im Bereich Metallbearbeitung können unverzüglich Sonderanfertigungen hergestellt werden. Besonders bedeutend kann das beispielsweise für Kunden im landwirtschaftlichen Bereich sein, wenn sie zum Beispiel eine Rampe oder eine Schutzabdeckung benötigen – und zwar sofort. Das entsprechende Teil wird dann umgehend für den Kunden produziert.  „Das läuft nebenbei, ist sehr individuell, sehr gut für unsere Kunden und wird von diesen gerne angenommen“, erklärt Geschäftsführer Denis Germann.

Ein gewisses Sortiment an Blechen liegt im Lager des Unternehmens stets bereit. Und die Werkstatt verfügt über das nötige Equipment zur Bearbeitung.  So können an einer Drehbank Dreharbeiten vorgenommen und zum Beispiel Lagersitze oder Wellen abgedreht werden. Kantbänke für kleinere und grobere Bleche stehen ebenfalls zur Verfügung. Auch das Stanzen ist möglich. Eine hydraulische Blechschere für schwarze und verzinkte Bleche sowie Edelstahl bis sechs Millimeter Dicke und drei Meter Breite warten ebenfalls auf Einsatz. Darüber hinaus können drei verschiedene Schweißverfahren angewendet werden. „Wir sind ein kleiner Betrieb, können aber Schlosser-, Elektriker-, Maurer- und Holzarbeiten durchführen. Unsere Jungs haben richtig was drauf“, sagt Manfred Stromann nicht ohne Stolz. Zu Recht. Text/Fotos: Heinrich Klöker

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Published on: 19 September 2016
Posted by: ovadmin

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