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Wunschsterne sorgen für schöne Bescherung

Ein großer Weihnachtsbaum steht im Foyer der Außenstelle des Dinklager Rathauses an der Rombergstraße. Er ist nicht nur ein Baum, sondern ein großer, grüner Wunschzettel: Denn ihn schmücken Sterne, auf denen Dinklager Kinder aus Familien, die Sozialleistungen wie beispielsweise Wohngeld erhalten, Weihnachtswünsche notiert haben. Das Finanzlimit pro Stern beträgt 25 Euro. Noch bis Ende dieser Woche können die Kinder ihre Sterne, die im Familienbüro des Rathauses erhältlich sind, ebenfalls im Familienbüro wieder abgeben. Die Mitarbeiter werden die Wünsche dann zu den anderen an diesen „sozialen Tannenbaum“ hängen. So heißt die Aktion, zu der die Stadt Dinklage erstmals in diesem Jahr aufgerufen hat – mit sehr guter Resonanz, so Sozialarbeiterin Kerstin Honkomp. Paten übernehmen die Kosten für die Wünsche der Kinder, in deren Familien jeder Euro zwei Mal umgedreht werden muss. Nicht nur Privatpersonen, auch Firmen und Vereine können Wunschpate werden. „Die Spendenbereitschaft ist groß, das haben schon die ersten Tage gezeigt“, erzählt Kerstin Honkomp.
Viele Sterne baumeln bereits an den Ästen, natürlich ohne den Namen des Kindes, denn die Anonymität wird gewahrt. Doch mit Hilfe einer Nummer können der Leiter des Familienbüros Peter Heythausen, seine Kollegin Kerstin Honkomp und Jahrespraktikantin Inga Krogmann die jeweiligen Sterne jedem Kind wieder zuordnen, damit nachher auch das richtige Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegt. Ein Junge wünscht ein ferngesteuertes Auto, ein anderer ein Paar Schuhe. Ein Mädchen hat „Kapuzen-Shirt“ auf ihren Wunschstern geschrieben, ein anderes „Baby-Born“.
Wer als Pate Kinderaugen zum Glänzen bringen will, kann beim Familienbüro Bescheid sagen und einen Stern vom Tannenbaum aussuchen. Die Kontonummer für die Überweisung der 25 Euro steht auf der Rückseite. Bei der Überweisung muss die Nummer des ausgewählten Sternes unbedingt mit angegeben werden. Doch wer lieber selbst einkaufen möchte, ist auch dazu herzlich eingeladen: „Es war schon jemand da, der einen Stern genommen, das Geschenk gleich besorgt und wieder zu uns gebracht hat“, erzählt Kerstin Honkomp. Der Erfolg bestätigte das Team des Familienbüros, dass es mit dieser Idee genau richtig lag. Schon jetzt steht fest: Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen sozialen Tannenbaum geben. Dann sollten auch bedürftige Erwachsene ihre Wünsche abgeben können, überlegt Peter Heythausen.

Zum Foto: Das Team des Familienbüros hatte die Idee: (von links) Inga Krogmann, Peter Heythausen und Kerstin Honkomp. Sie werden die Geschenke später an die richtige Adresse bringen. Text/Foto: Ruth Honkomp

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Published on: 3 Dezember 2015
Posted by: ovadmin

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