Texxdealer

Der Texxdealer Store kommt bisher einigermaßen gut durch die Corona-Krise / Hoffen auf Ende des Lockdowns

Datum: 17.04.2021

Redaktion

Inhaberin Claudia Schomaker und Steffi Behre vom Texxdealer Store sprechen bei „Made in Dinklage“ darüber, wie es ihnen bisher in der Corona-Zeit ergangen ist und wie im monatelangen Lockdown die Perspektiven für die Zukunft aussehen.

„Beim ersten Lockdown waren wir alle total geschockt“, erinnert sich Claudia Schomaker. Allerdings hatte das Team trotzdem weiter gut zu tun. Der Grund war die Maskenproduktion, die schnell als neuer Geschäftszweig entdeckt wurde. Denn Masken zum Schutz vor Corona waren zunächst Mangelware. „Den Stoff hatten wir noch vorrätig, entsprechende Gummibänder konnten wir besorgen. Dadurch sind wir zunächst gut durch die Zeit gekommen“, sagt Steffi Behre, die mehr als 2000 Masken fertigte. „Später kam das Weihnachtsgeschäft. Zu der Zeit wurden auch viele Masken mit Bedruckung und Bestickung bestellt“, erinnert sich Steffi Behre.

Der Texxdealer legt seit jeher Wert auf gute Beratung. Die Verkaufsgespräche erfolgen jetzt per Telefon und E-Mail. „Der persönliche Kontakt zu den Kunden macht auch den Reiz unserer Arbeit aus und fehlt uns total“, bedauert Claudia Schomaker. Zudem werden Waren vermehrt verschickt, um persönliche Kontakte zu vermeiden. Allerdings sind Abholungen und Lieferungen weiterhin nach Absprache möglich. „Wir sind zu den normalen Öffnunsgzeiten immer da. Kunden können sich immer gerne telefonisch und per Mail melden oder eben anklopfen. Bestellungen nehmen wir stets gerne entgegen“, sagt Claudia Schomaker mit einem Augenzwinkern.

Insgesamt ist der Texxdealer bisher einigermaßen ordentlich durch die Corona-Zeit gekommen. Was auch daran lag, dass viele Stammkunden treu blieben und das Handwerk unvermindert arbeitete, so dass weiterhin Arbeitskleidung geordert wurde. „Wir haben seit dem Beginn von Corona durchgearbeitet“, verdeutlicht Claudia Schomaker. Zudem konnte eine Dinklager Firma neu als Kunde gewonnen werden. „Wir haben erst Masken für das Unternehmen gefertigt und haben nun einen Auftrag für Arbeitskleidung bekommen.“

Allerdings werden auch für den Texxdealer die Einbußen mittlerweile immer deutlicher spürbar. So spielen die Masken keine große Rolle mehr. Die Laufkundschaft fehlt wegen der verordneten Schließung völlig. Und es mangelt extrem an Bestellungen von Schulen oder Vereinen aller Art. „Es gibt momentan keine Meister-Shirts, keine neuen Schützenthrone und kaum Abschlusspullover“, sagt die Inhaberin und ergänzt daher unmissverständlich: „Der Lockdown muss enden.“

Claudia Schomaker kritisiert auch die Corona-Politik in Deutschland. “Die Hilfen sind zu gering. Zudem fehlt mir eine klare Linie. Das ist zuviel hin und her. So durften wir zunächst unser Nähstudio mit Änderungsschneiderei für Anproben zugänglich machen. Mittlerweile ist uns das nicht mehr erlaubt.“ Zudem falle der Einzelhandel durchs Raster und werde von der Politik vergessen. „Mir tut es sehr leid für die vielen kleinen Geschäfte zum Beispiel im Textilbereich, die nicht öffnen dürfen und regelmäßig neue Ware bekommen. Wir haben immerhin den Vorteil, dass wir Ware nur auf Bestellung erhalten.“ Demgegenüber dürfe der Lebensmitteleinzelhandel uneingeschränkt öffnen, wo der Infektionsschutz weitaus schwieriger zu gewährleisten sei.

Claudia Schomaker und Steffi Behre hoffen, dass der Texxdealer möglichst bald wieder normal öffnen darf. Denn. „Wir wollen endlich weiter machen wie vorher auch. Da lief es nämlich richtig gut.“

Text/Foto: Heinrich Klöker


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