Außergewöhnliche Klänge in der Ökonomie

Die Nachfrage nach außergewöhnlicher zeitgenössischer Musik ist ungebrochen. Im 30. Jahr bietet die Musikschule Romberg mit ihren Musiklehrern und fortgeschrittenen Musikschülern einmal jährlich dieses besondere Musikerlebnis, das Zuhörer anzieht wie ein Magnet. Der Saal in der Ökonomie der Burg Dinklage platzte daher am Sonntagabend aus allen Nähten.


Nachdenklich stimmende, wunderschöne Melodien des Komponisten Paul Hindemith, die ein bisschen anders klingen, als man es gewohnt ist, eröffneten passend zum Volkstrauertag das Programm. Musikschulleiter Konrad Hartong (Querflöte) und Ilona Nazarenus (Flügel) präsentierten diese eigene Tonsprache, die während der Nazizeit als entartet gegeißelt wurde.


Fünf der berühmten Children’s Songs des Jazz-Pianisten Chick Corea intonierten Maximilian Kühnel (Kontrabass), Manfred Menke (Vibraphon) und Konrad Hartong (Flöte). Glaubte der Zuhörer, die drei Instrumente hätten endlich ihre eingehende umschmeichelnde Melodie gefunden, vertrieben umgehend hart gesetzte Disharmonien diesen Eindruck.


Das Solostück „Argos“ für Querflöte, vorgetragen von Konrad Hartong, führte in die griechische Mythologie zum gleichnamigen Riesen mit den 100 Augen. Sein Schicksal hängt mit den sprichwörtlichen „Argusaugen“ zusammen, die ihn durch eine List nicht vor dem Tod retteten. Entsprechend dramatisch die Musik.


Der Dinklager Schlagzeuger, Komponist und Diplom-Musikpädagoge Manfred Menke bearbeitete die berühmte „Fuge aus der Geographie“ von Ernst Toch. Der Sprechgesang unter dem Titel „Urlaubsreif“ mit Petra Fangmann, Maren Pille, Norbert Fischer und Manfred Menke erzeugte das entsprechende Gefühl und den Wunsch nach Erholung. Zudem spielte Manfred Menke auch noch seine Eigenkomposition „Liebeslied“ für Vibraphon-Solo (1994).


Daneben gab es noch das Solostück „Eternal Dream“ für Gitarre, gespielt von Norbert Fischer. Jessi Stephan performte gekonnt das Stück „Two Moods“ per Klarinette, begleitet von  Maximilian Kühnel an der Marimba. Luca Döllmann begeisterte mit dem Solostück „Capriccio op. 3 Nr. 1“ des ukrainischen Komponisten und Pianisten Sergei Eduardowitsch Bortkiewicz  und das Violin-Duo Lukas Roglowski mit Larissa Pfannenstil stimmte auf amüsante Weise „La Cucaracha“ an.


Den Reigen der ungewohnten Hörerlebnisse schloss das wunderschöne Stück „Voice of Nagasaki“ mit Hilfe des Publikums ab.

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Published on: 28 November
Posted by: ovadmin

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