Begeisterndes Kammerkonzert der Musikschule Romberg

Ein außergewöhnlicher Ort mit außergewöhnlich guter Akustik und außergewöhnlichen Instrumenten, das waren die Komponenten des diesjährigen Kammerkonzerts der „Romberg Musikschule“ in Dinklage, das traditionsgemäß am letzten Schultag vor der Sommerpause in der Burgkapelle stattfindet. Lehrer und Schüler der Musikschule gestalten ein Musikerlebnis, bei welchem der Schwerpunkt auf Marimbaphon und Vibraphon lag, gespielt in meisterlichem Können von Maximilian Kühnel und Manfred Menke. Als Johann Sebastian Bach seine fünf Inventionen ursprünglich für Orgel komponierte, ahnte er sicherlich nicht, dass diese Werke 300 Jahre später, auf Schlaginstrumenten intoniert, deren Wurzeln in Afrika liegen, eine gleichartige Faszination ausüben würden. Und doch war eine Artverwandtschaft zwischen diesen so unterschiedlichen
Instrumenten zu erahnen.

Der Abiturient Markus Sommer ergänzte das Programm mit seinem Klavierbeitrag „Scherzo B-Dur“ von Franz Schubert, in welchem er die scherzhaft-lustigen Staccati in klarem Gegensatz zu schweren Akkorden gefühlvoll ausführte.

Mit seiner eigenen Komposition „Feierabend“ bewies Manfred Menke wie meisterlich er sein Marimbaphon beherrscht.

Ein weiterer Beitrag zur im Vordergrund stehenden Barockmusik war die „Suite für Cello Nr. 6 D-Dur“. Sebastian Meyer entlockte seinem Instrument sowohl in der ruhigeren „Allemande“ als auch in der temperamentvollen „Courante“ die ganz Wärme der Cello-Saiten, die den Kapellenraum bis hinauf ins Gewölbe ausfüllten.

Ebenso das „Menuett IV“ von Johann Sebastian Bach (transcr. Robert von Beringen), gespielt von Jessica Stephan – Alt Saxophon und Corinna Riesselmann – Tenor-Saxophon, waren ein Beispiel dafür, in welcher Harmonie barocke Musik und gerade dieser so lichtdurchflutete Kichenraum stehen.

Maximilian Kühnel führte mit seinem Vibraphon wieder in die Gegenwart. Sein Beitrag „blues for tristan“ von Eckhard Kopetzki war ein Beispiel für: Junges Instrument, junge Musik, junger Interpret.

Den Schlusspunkt dieses eineinviertelstündigen Konzerts übernahm das Trio Konrad Hartong (Flöte), Larissa Pfannstiel (Violine) und Christian Aumann (Klavier) mit ihrem ebenfalls zeitgenössischen „Trio“ von Efrain Amaya, welches das südamerikanische Temperament des Komponisten deutlich wiederspiegelte. Mit lang anhaltendem Applaus und sehr positiven Kommentaren dankten die Zuhörer den Akteuren. Man hätte sich gewünscht, mehr Musikinteressierte hätten den Weg in dieses außergewöhnliche Konzert gefunden.

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Published on: 5 Juli
Posted by: ovadmin

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