Das Gestalten macht ihm Spaß: Fliesenlegermeister Stephan Bokern aus Langwege im Porträt

Wie ist der Geschäftsführer, der selbstständige Handwerker oder die Ladenbesitzerin eigentlich privat? Wo kommt er oder sie her? Warum hat er oder sie gerade diesen Beruf ergriffen? Wir gucken regelmäßig hinter die Kulissen und stellen die Dinklager Geschäftswelt und deren Protagonisten vor. Weiter geht es heute mit Fliesenlegermeister Stephan Bokern.

Stephan Bokern fühlt sich in Dinklage und im Landkreis Vechta sehr wohl. Und das liegt insbesondere an den Menschen vor Ort: „Sie sind reell, zuverlässig, bodenständig und nicht großspurig. Hier leben viele Macher, die anpacken.“
Stephan Bokern ist 33 Jahre alt und seit 2009 mit Ehefrau Viktoria verheiratet. Das Paar hat drei Töchter. Aufgewachsen an der Jahnstraße in Dinklage, lebt Stephan Bokern mittlerweile bereits seit 15 Jahren in Langwege.
Nach dem Realschulabschluss 2002 absolvierte er eine dreijährige Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger in einem Dinklager Betrieb. Anschließend besuchte er für ein Jahr die Fachoberschule Technik in Lohne, um im Folgenden als Geselle in Betrieben in Holdorf und Lohne zu arbeiten. Ab 2011 besuchte Stephan Bokern berufsbegleitend abends und am Wochenende die Meisterschule in Vechta und Osnabrück. 2014 bestand der Langweger die Meisterprüfung im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegehandwerk und bekam den Meisterbrief überreicht.
Noch während der Meisterschule wagte Stephan Bokern den Schritt in die Selbstständigkeit, im Dezember 2012 meldete er Gewerbe an und gründete sein eigenes Unternehmen. „Damals bin ich alleine angefangen, nach der Meisterschule kam der erste Angestellte, mittlerweile sind wir neun Mitarbeiter auf dem Bau, im Lager und im Büro“, berichtet Stephan Bokern. Zwischenzeitlich wurde auch eine neue Lagerhalle mit Ausstellungsbereich errichtet.
„Ich betreue gerne Projekte vom Anfang bis zum Ende. Zum Beispiel bei einer Altbausanierung habe ich vom Angebot bis zur Abrechnung als Selbstständiger alles in der Hand, kann eigene Ideen einbringen, vorantreiben und umsetzen.“
An seinem Beruf gefällt Stephan Bokern vieles: „Ich mag den Kundenkontakt. Alle Personen sind verschieden, haben unterschiedliche Geschmäcker und Charaktere. Zudem ist keine Baustelle wie die andere. Man macht nie das Gleiche. Die Vielfalt macht es aus. So geht die Spanne hin von einem Auftrag in der Industrie bis zum Austausch von zwei Fliesen im Badezimmer.“
Stephan Bokern ist Fliesenleger aus Leidenschaft. „Ich bin total gerne handwerklich und gestalterisch tätig. Handwerk ist etwas Schönes. Man sieht, was man gemacht hat und kann es sich noch viele Jahre anschauen. Ein schöner Beruf, der mir sehr viel Spaß macht.“
Als Unternehmensinhaber ist Stephan Bokern stark in die Bereiche Organisation und Planung eingespannt. Angebote schreiben, Rechnungen zusammenstellen, Material verteilen, Zeichnungen erstellen, Kundentermine, Besprechungen auf Baustellen und mehr: Die Tätigkeiten von Stephan Bokern sind sehr breit gefächert. „Wenn die Zeit es zulässt und bei Besonderheiten bin ich auch noch selber auf Baustellen tätig.“ Der dreifache Vater ist froh, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben: „Wir sind bei null angefangen und haben uns stetig entwickelt. Jetzt geht es darum, das erreichte Niveau dauerhaft zu halten.“
Neben dem Beruf steht für den Langweger die Familie an erster Stelle. „Unsere älteste Tochter spielt Fußball beim TV Dinklage, unsere mittlere Tochter fährt Motocross in Wildeshausen. Da sind wir als Begleiter immer sehr gerne dabei.“ Apropos Motocross: Für Zweiräder hat Stephan Bokern generell ein Faible. So besitzt er selbst ein Motorrad, das er für gelegentliche Spazierfahrten nutzt. Ferner ist er wie seine Tochter Mitglied im Motocrossclub Wildeshausen und braust hobbymäßig mit seiner Crossmaschine durch das Gelände. „Das ist optimal, um abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen.“ Als Jugendlicher war Stephan Bokern bereits gelegentlich hobbymäßig als Motocrosser unterwegs. Ein Hobby, das er nun durch die Tochter wieder verstärkt für sich entdeckt hat.
Seit 23 Jahren ist Stephan Bokern zudem Mitglied des Kolpingorchesters Dinklage und war auch im Vorstand tätig. „Aktuell bin ich aus Zeitgründen passiv. Das soll sich aber schnellstmöglich ändern“, sagt er und ergänzt lächelnd: „Die Uniform hängt noch parat im Schrank.“
Stephan Bokern, der im Orchester auch seine Frau kennengelernt hat, spielt die Trompete. „Durch meinen Onkel bin ich zu dem Instrument gekommen. Es hat einen schönen Klang. Besonders gerne spiele ich Stücke aus den Bereichen Jazz/Pop/Rock.“
Im Kolpingorchester schätzt er das Miteinander. „ Die Leute sind super nett, die Gemeinschaft ist spitze, sozialer Status und Alter spielen keine Rolle. So musiziert ein Elfjähriger zum Beispiel neben einem 60-Jährigen. Jeder leistet seinen Beitrag, damit es ein harmonisches Ganzes gibt.“
Darüber hinaus ist Stephan Bokern Mitglied in den Schützenvereinen Dinklage und Langwege. Er sagt von sich selbst: „Ich helfe gerne und viel und bin zielstrebig, habe aber auch meinen eigenen Kopf.“
Was schätzt der Fliesenlegermeister am Leben in Langwege? „Wir haben eine top Nachbarschaft, das Flair ist gemütlich und es gibt viel Platz.“
Gibt es etwas, das Stephan Bokern unbedingt nochmal machen oder erleben möchte? „Nein, ich habe keinen großen Träume. Wir haben drei gesunde Töchter, der Betrieb läuft. Alle sind gut zufrieden. Da bin ich wunschlos glücklich.“ Text/Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 26 Januar
Posted by: ovadmin

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