Einfach cool: Joyce Broich macht ihre Ausbildung zur Zimmerin bei Holzbau Brockhaus viel Freude

Mit einem Knopfdruck setzt Joyce Broich das tonnenschwere Bauteil aus Holz in der Produktionshalle der Holzbau Brockhaus GmbH in Bewegung. Auch das gehört zur Ausbildung der 24-Jährigen zur Zimmerin.

Es ist jetzt über ein Jahr her: Zu diesem Zeitpunkt arbeitete die gebürtige Dinklagerin als Bürokauffrau bei der Holzbau Brockhaus GmbH, wo sie auch von 2013 bis 2015 ihre Ausbildung absolvierte. Nach vier Jahren stellte sie jedoch fest, dass ihr der Job zwar Spaß machte, aber „das I-Tüpfelchen hat mir gefehlt.” Die unternehmungslustige Dinklagerin packt gerne an und tritt nicht gerne auf der Stelle. Und so reifte in vielen Gesprächen – auch mit ihrem Freund, einem gelernten Zimmerer – der Entschluss ins Handwerk einzusteigen. Im Dezember 2019 wagte Joyce Broich dann den Schritt und begann bei Brockhaus ihre Ausbildung zur Zimmerin.

„Meine Befürchtung nicht ernst genommen zu werden, zerstreute sich dann sehr schnell”, erzählt Joyce Broich. Sie wurde von ihren Kollegen sehr gut aufgenommen und die Firmenleitung stand ebenfalls hinter ihrer Entscheidung und unterstützte das Vorhaben voll und ganz. Es war natürlich vorteilhaft, dass sie ihre Kollegen schon kannte. In ihren Pausen sei sie oft in die Werkstatt gegangen und habe ihre „Jungs” bei der Arbeit erlebt. Brockhaus ist mit einem modernen Maschinenpark im Holzbau tätig und zwar vom Holzrahmenbau über den Fassaden- und Innenausbau bis hin zum Ingenieur-Holzbau. So bekommt Joyce Broich einen umfassenden Einblick in die heutigen Zimmererarbeiten.

Vielseitig und interessant
Man merkt der angehenden Zimmerin die Begeisterung für diesen neuen Lebensabschnitt direkt an. Mit den eigenen Händen etwas aufzubauen, etwas entstehen zu sehen und am Ende des Arbeitstages ein Ergebnis betrachten zu können, das sei schon sehr „cool”. Später einmal an einem Gebäude vorbeizufahren und sagen zu können, man habe es mit aufgebaut, sei ein sehr gutes Gefühl. Die Arbeit als Zimmerin sei sehr vielseitig und interessant. Bei Brockhaus komme sie über den modernen Maschinenpark auch mit der Vorproduktion von Einzelteilen für die Baustelle in Kontakt. Die ersten Tage auf der Baustelle waren eine extreme Umstellung. „Nach ein paar Wochen hatte sich mein Körper an die physischen Herausforderungen gewöhnt”, erzählt Joyce Broich und ergänzt schmunzelnd, „endlich hatte ich auch wieder die Energie, abends mal etwas zu unternehmen.” Aus finanzieller Sicht musste sie ihren Lebensstil nicht einschränken, obwohl sie vier Jahre als Bürokauffrau gearbeitet hatte und als Auszubildende natürlich nicht mehr ganz so viel verdiente. „Es gibt allerdings mehrere Fördermöglichkeiten für Umschüler. Es ist also machbar, seinen Lebensstil zu halten”, stellt Joyce Broich klar. Man merkt, dass sie sich ihre Entscheidung gut überlegt hat und ihr Ziel kennt. Die Schritte dorthin sind erst einmal eine weitere erfolgreiche Ausbildung und dann der Meistertitel. Anschließend stehen ihr viele Türen offen.

Aktuell möchte sie einmal Bauleiterin werden, denn in dieser Funktion könne sie ihre beiden Ausbildungen – als Bürokauffrau und Zimmerin – hervorragend kombinieren. „Ich weiß dann wovon ich rede, kann die Arbeit auf der Baustelle entsprechend einschätzen und kenne die bürokratischen Fallstricke”, sagt Joyce Broich. „Ich bin stolz wie Oskar, das alles geschafft zu haben”, meint sie, „vielleicht kann ich durch meine Geschichte andere Frauen motivieren, ebenfalls eine Karriere im Handwerk anzustreben.” Text/Fotos: Heinzel

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Published on: 26 Oktober
Posted by: ovadmin

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