+ Abonnieren

Franz Rottinghaus beginnt Ausbildung zum Zimmerer bei Holzbau Brockhaus

Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Das wissen auch die Verantwortlichen bei Holzbau Brockhaus und sind stets auf der Suche nach Nachwuchs, um ihn in verschiedenen Berufen auszubilden. Eine solche Nachwuchskraft ist Franz Rottinghaus. Der 16-jährige Lohner beginnt am 1. August bei Holzbau Brockhaus eine dreijährige Ausbildung zum Zimmerer. Das Besondere dabei: Die Eltern des Bald-Azubis betreiben die Zimmerei Rottinghaus in Lohne, ein direkter Mitbewerber von Holzbau Brockhaus. Und Franz Rottinghaus plant, nach Ausbildung und Meisterschule in den elterlichen Betrieb zurückzukehren, um diesen möglicherweise in einigen Jahren einmal komplett zu übernehmen.

Bauchschmerzen, einen potenziellen Konkurrenten auszubilden, hat Geschäftsführer Andre Brockhaus nicht. Er erklärt: „Ich habe früher selber bei anderen Unternehmen unserer Branche gearbeitet und bin demzufolge in den gleichen Genuss gekommen. Folglich sehe ich es als Verpflichtung an, auch Nachwuchskräften von Mitbewerbern diese Chance zu geben.“ Wichtig sei zudem, dass die Firmen der Branche untereinander ein gutes Verhältnis zueinander pflegen und den Konkurrenzkampf freundschaftlich und nicht verbissen sehen. „Ich war damals in derselben Situation wie Franz heute. Demzufolge möchte ich seine Entwicklung gerne fördern, so dass gegen seine Einstellung keinerlei Bedenken vorhanden sind.“

Franz Rottinghaus ist mit dem Zimmererhandwerk aufgewachsen, hat in der Vergangenheit zwischendurch und samstagsvormittags im heimischen Betrieb schon viel mitgeholfen und war bereits auf einigen Baustellen im Einsatz. Früh fiel bei ihm die Entscheidung, den beruflichen Weg Richtung Zimmererhandwerk einzuschlagen. „Man arbeitet viel draußen und im Team mit Kollegen. Zudem macht es mir Spaß, mit Holz zu arbeiten und man sieht abends, was man tagsüber geschafft hat“, erklärt Franz Rottinghaus. Der Jugendliche, der in seiner Freizeit gerne Mofa fährt, hat nun seinen Abschluss an der Albert-Schweitzer-Realschule erworben. Er freut sich, dass seine Schulzeit vorüber ist und er nun bald einen handwerklichen Beruf erlernen kann.

Die Ausbildung sollte und wollte Franz Rottinghaus aber in einem anderen Betrieb als dem elterlichen absolvieren. Über den Tellerrand schauen, die Abläufe in einem anderen Unternehmen kennen lernen, neue Erfahrungen sammeln und das Gefüge zwischen Lehrlingen und Mitarbeitern kennen lernen sind unter anderem die Gründe für diesen Schritt. Nach einem Hinweis der Arbeitsagentur, dass das Dinklager Unternehmen Auszubildende sucht, bewarb der Lohner sich bei Holzbau Brockhaus und erhielt rasch die Zusage. Auch Vater Frank Rottinghaus gab seinem Junior den Ratschlag, die Ausbildung bei Brockhaus zu absolvieren.

Inhaltlich wird sich Franz Rottinghaus zunächst unter anderem mit Maschinenlehrgängen und dem Erlernen von Grundfertigkeiten im Bereich Holzverbindungen beschäftigen, ehe es anschließend in Richtung Holzbauten für Dächer geht, so dass der 16-Jährige, der ohnehin schon gewisse Vorerfahrungen mitbringt, alle basistechnischen Holzbaufertigkeiten erlernt. Dämmungen und Luftdichtungen sind in der Lehre ebenfalls Thema. Zudem spielen Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Rolle. Während der Ausbildung besucht Franz Rottinghaus die Berufsschule in Lohne, überbetriebliche Unterweisungen finden in Vechta statt.

Beide Seiten freuen sich auf diese Art auf die Zusammenarbeit und sehen den kommenden drei Jahren sehr positiv entgegen. Text/Foto: Heinrich Klöker

Weiterlesen »

Published on: 1 Juli 2017
Posted by: ovadmin

Sozialarbeiter an allen Dinklager Schulen beschäftigt
"Es ist sehr angenehm, in Dinklage zu leben": Philip Weiss im Porträt