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Ihn reizt die Vielfalt an seiner Arbeit: Andreas Tiemerding vom Malerbetrieb Tiemerding im Porträt

Wie ist der Geschäftsführer, der selbstständige Handwerker oder die Ladenbesitzerin eigentlich privat? Wo kommt er oder sie her? Warum hat er oder sie gerade diesen Beruf ergriffen? Wir gucken regelmäßig hinter die Kulissen und stellen die Dinklager Geschäftswelt und deren Protagonisten vor. Weiter geht es heute mit Andreas Tiemerding vom Malerbetrieb Tiemerding. 

Andreas Tiemerding ist seiner Heimatstadt am Burgwald immer treu geblieben. Und er kann sich auch nicht vorstellen, Dinklage einmal zu verlassen. „Dafür bin ich hier einfach zu verwurzelt. Ich bin hier aufgewachsen, meine Familie ist hier, der Betrieb ist hier. Trotz des Wachstums der Stadt kennt man immer noch viele Leute. Es ist beschaulich und nicht anonym. Das gefällt mir einfach“, sagt der Inhaber des gleichnamigen Malerbetriebs.

Andreas Tiemerding ist 52 Jahre alt und seit zehn Jahren mit seiner Ehefrau Margitta verheiratet. Nach seinem Realschulabschluss absolvierte der Vater eines Sohnes und einer Tochter die Ausbildung zum Maler und Lackierer im elterlichen Betrieb, um anschließend als Geselle ein Jahr in Diepholz zu arbeiten. Anschließend war er ein Jahr als Parkettleger beschäftigt und erlernte auch dieses Handwerk, um im Folgenden die Meisterschule in Münster zu besuchen. Mit 24 Jahren hatte Andreas Tiemerding den Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk in der Tasche und stieg in den elterlichen Berieb ein. Anfang 2001 übernahm er die Geschäftsführung von seinem Vater Josef.

Andreas Tiemerdings Tätigkeiten sind sehr vielfältig. Er kümmert sich unter anderem um Anfragen, Angebote, Rechnungen, Bestellungen, Baustellenplanung und Baustellenorganisation sowie die Beratung und den Verkauf. „Mich reizen an meiner Arbeit die Vielfalt und die interessanten Menschen, mit denen ich zu tun habe. Man unterhält sich sehr viel. Diese persönlichen Kontakte sind mit am Schönsten. Zudem macht es besondere Freude, zum Beispiel den Auszubildenden etwas beizubringen und zu sehen, wie sie sich entwickeln. Schön ist natürlich auch, wenn der Kunde nachher mit leuchtenden Augen begeistert vor dem Ergebnis steht.“

Was fasziniert ihn am Malerhandwerk? „Es ist einfach super interessant und nicht nur das Streichen von Wänden. Es geht viel tiefer. Das habe ich insbesondere durch die Mitgliedschaft im farbrat, einer Wertegemeinschaft von Malern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, kennengelernt. Wie individuell Oberflächen aussehen können, wissen viele gar nicht. Das ist schon stark.“ Der Malerbetrieb Tiemerding hat sich zu einer Manufaktur entwickelt. „Wir legen Wert auf qualitativ sehr hochwertige Produkte und besondere Oberflächen. Wir suchen immer nach Neuerungen. Dazu gehören derzeit zum Beispiel Akustikdecken und Betonoptiken.“ In Zukunft möchte Andreas Tiemerding den Betrieb in der jetzigen Größenordnung am Markt festigen. „Künftig wird die ganzheitliche Betreuung der Kunden noch wichtiger. Diese gewährleisten wir durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern.“

Ferner ist der sympathische 52-Jährige in der Dinklager Bürgeraktion aktiv. Er fungierte als Mitorganisator der jüngsten Gewerbeschau und gehört dem Arbeitskreis des erfolgreichen Internetportals Made in Dinklage an, das er vor gut vier Jahren auch mit ins Leben rief.
Sport ist ebenfalls ein großes Hobby von Andreas Tiemerding. So unterstützt er den Jugendfußball im TV Dinklage als Mitglied im Förderverein „Wir für TVD 1904“ und schaut regelmäßig bei den Heimspielen der 1. Herren des TV Dinklage zu. Zudem ist der Basketball-Anhänger Dauerkarteninhaber bei Rasta Vechta. „Und ich lese gerne Sachbücher und Biografien.“
Selber kochen und Essen gehen sind ebenfalls Hobbys von Andreas Tiemerding. „Ich mag sehr gerne italienische Gerichte“, sagt er.
Zudem verreist Andreas Tiemerding gerne mit seiner Frau, um die Welt zu entdecken und neue Kulturen kennenzulernen. „Und als Ausgleich zur Arbeit eignen sich hervorragend Spaziergänge mit dem Hund.“
Andreas Tiemerding sagt von sich selbst: „Ich bin sehr geradeaus und polarisiere auch. Ich habe sehr genaue Vorstellungen von Sachen, die ich machen möchte, und ziehe diese auch durch. Davon abgesehen bin ich aber ein sehr fröhlicher, lustiger und spaßiger Mensch.“
Für die Zukunft wünscht sich Andreas Tiemerding Gesundheit für seine Familie und sich selbst. „Ich freue mich darauf, Zeit mit meiner Frau zu verbringen und hoffe, wir können noch einige schöne Reisen unternehmen.“
Auch für den Betrieb hat Andreas Tiemerding schon konkrete Zukunftspläne. „Mit 60 möchte ich die Leitung gerne in andere Hände übergeben. In zweiter Reihe bin ich dann gerne weiterhin unterstützend tätig. Ich habe überhaupt kein Problem damit, noch bis 70 zu arbeiten. Denn wenn es Spaß macht, ist es keine Arbeit, sondern Erfüllung.“ Text/Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 2 Dezember
Posted by: ovadmin

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