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„Jede Trauung ist anders und immer wieder aufregend“: Dinklages Standesbeamter Marcus Eckhoff im Porträt

Wie ist der Geschäftsführer, der selbstständige Handwerker oder die Ladenbesitzerin eigentlich privat? Wo kommt er oder sie her? Warum hat er oder sie gerade diesen Beruf ergriffen? Wir gucken regelmäßig hinter die Kulissen und stellen die Dinklager Geschäftswelt und deren Protagonisten vor. Weiter geht es heute mit dem Standesbeamten Marcus Eckhoff von der Stadt Dinklage

Gut 800 Paare hat Marcus Eckhoff seit Ende 2006 als Standesbeamter der Stadt Dinklage getraut. „Und mindestens 760 Paare sind auch jetzt noch verheiratet. Das ist eine ordentliche Quote“, sagt er mit einem Lächeln. Trotz der Vielzahl an Trauungen kehrt bei Marcus Eckhoff diesbezüglich keine Routine ein: „Jede Trauung ist anders und es ist immer wieder aufregend. Häufig ist es sehr emotional, so dass man schon ein wenig aufpassen muss, dass einem nicht selber die Tränen kommen.“ Und das Wichtigste: „Es hat noch nie jemand Nein gesagt. Es ist sehr schön, wenn man die Menschen nach der Trauung glücklich nach draußen gehen sieht.“

Marcus Eckhoff ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. Nach seiner Ausbildung zum Verwaltungsangestellten bei der Stadt Lohne arbeitete Marcus Eckhoff zunächst ein weiteres Jahr bei der Stadt, ehe er für zwei Jahre in der Lohner Kaserne der Bundeswehr stationiert war. Anschließend war der gebürtige Lohner dreieinhalb Jahre beim Arbeitsamt in Vechta beschäftigt, ehe er 1994 zur Stadt Dinklage wechselte. Dort war er im Meldeamt, Ordnungsamt und Bauamt tätig und ist seit Dezember 2006 Standesbeamter. Im Standesamt ist er zuständig für die Beurkundung von Sterbefällen, Geburten und die Beurkundung und Durchführung von Trauungen. Zudem kümmert er sich um die Pflege der Personenstandsbücher und ist Ansprechpartner bei Namensänderungen und Vaterschaftsanerkennungen.

Die Arbeit bereitet ihm große Freude: „Ich habe täglich neue Aufgaben und mit immer neuen netten Menschen zu tun. Ich kann die Menschen beraten und ihnen helfen zum Beispiel bei der Beschaffung von Urkunden. Zudem bin ich mit immer neuen Fällen betraut, so dass die Arbeit stets spannend bleibt.“

Zudem ist Marcus Eckhoff Sprecher des fünfköpfigen Personalrates der Bediensteten der Stadt Dinklage. Der Personalrat muss zum Beispiel bei Neueinstellungen, Höhergruppierungen, Stundenerhöhungen von Mitarbeitern seine Zustimmung geben. Zudem ist das Gremium Anlaufstelle für die städtischen Mitarbeiter, falls es Probleme geben sollte und bemüht sich in diesen Fällen um eine Lösung. „Wir können miteinander etwas erarbeiten und sehen später den Erfolg, wenn etwas geklappt hat“, schildert Marcus Eckhoff den Reiz der Aufgabe.

Marcus Eckhoff fungiert zudem als Kreisvertrauensperson der Standesbeamten des Landkreises Vechta und vertritt die Kollegen im niedersächsischen Landesfachverband. Ferner ist er für die Ehrung der Standesbeamten aus dem Landkreis bei Jubiläen zuständig.

Unter dem Motto „Schlichten statt richten“ ist der 50-Jährige darüber hinaus seit mehr als zehn Jahren als Schiedsmann in Dinklage tätig. „Dinklage ist ein sehr friedlicher Ort, es wird wenig gestritten“, schildert Marcus Eckhoff lächelnd und ergänzt: „Dementsprechend selten muss ich tätig werden.“ Typische Fälle für den Schiedsmann sind Unstimmigkeiten zwischen Nachbarn, wenn es zum Beispiel um Bäume oder Pflanzen geht, die zu hoch wachsen oder über den Gartenzaun ragen. „In sehr vielen Fällen hilft es bereits, wenn man den Betroffenen zu einem klärenden Gespräch untereinander rät.“ Menschen helfen und Probleme lösen, das macht Marcus Eckhoff an der Tätigkeit als Schiedsmann große Freude.

Marcus Eckhoff bezeichnet sich selbst als „hilfsbereit und spontan. Zudem kann ich gut zuhören.“ Seit 24 Jahren lebt er mittlerweile in Dinklage. Und das gefällt ihm ausgezeichnet. „Dinklage ist eine überschaubare Stadt, die Menschen sind nett, offen und hilfsbereit. Dementsprechend schnell lernt man auch neue Leute kennen. Man kann vieles zu Fuß oder mit dem Rad erreichen und wir haben die weltbeste Eisdiele. Zudem gibt es super Einkaufsmöglichkeiten, man kann gut Essen gehen und es gibt nette Kneipen. Es fehlt in Dinklage an nichts.“

In seiner Freizeit spielt Marcus Eckhoff Tennis bei den Herren 50 des TV Lohne. „Mein Paradeschlag ist der Aufschlag“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Zudem ist der passionierte Angler Mitglied im Dinklager Angelverein. „Ich war auch schon häufiger Hochseeangeln in Norwegen.“ Darüber hinaus kocht Marcus Eckhoff gerne. Dabei probiert er gerne und viel aus. Häufig findet auch der von ihm selbst geangelte und geräucherte Fisch Eingang in die Gerichte.

Urlaub macht Marcus Eckhoff gerne und regelmäßig in der Türkei. „Die Menschen dort sind sehr nett.“ 1990 war er mit einem Kumpel auf der Insel Hawaii. „Da hat es mir super gefallen. Gerne möchte ich mit meiner Frau nochmal dorthin reisen.“

Als privater Wunsch steht natürlich Gesundheit an erster Stelle. Beruflich möchte der sympathische Dinklager seine Tätigkeit als Standesbeamter bis zur Rente ausfüllen. „Es gibt für mich keinen besseren Beruf. Die Arbeit macht sehr viel Spaß und der Umgang mit den Kollegen ist einfach klasse.“

Und wie soll sein Leben in zehn Jahren ausssehen? „Am liebsten so wie jetzt. Ich bin glücklich und zufrieden, habe eine super Familie und einen tollen Beruf.“ Text/Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 8 April
Posted by: ovadmin

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