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Junge Weißrussen erkunden Dinklage

Mit sieben Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren und Schwester Irina Buchinskaya hatte sich Pfarrer Jan Gawecki auf den rund 1400 Kilometer langen Weg nach Dinklage gemacht. Auf Einladung der örtlichen Malteser erkundete die Gruppe aus dem weißrussischen Ivje Dinklage und Umgebung. Die Delegation war in der jungen Stadt am Burgwald nach einer rund 20-stündigen Anfahrt eingetroffen. Privat untergebracht waren die Gäste aus Weißrussland – Pfarrer Jan Gawecki sowie die zwei jungen männlichen Teilnehmer schliefen bei Franz-Josef Behrens in Schwege und die weiblichen Gäste waren kostenfrei auf Bussjans Hof untergebracht.

Jedes Jahr machen sich die Malteser aus Dinklage ein- bis zweimal auf den 1400 Kilometer langen Weg nach Ivje. In den zehn Jahren ihres Engagements haben die Dinklager inzwischen 200 Tonnen Hilfsgüter in die weißrussische Gemeinde Ivje, die rund 140 Kilometer von Weißrusslands Hauptstadt Minsk entfernt liegt, gebracht. Dabei nehmen die Malteser nicht nur gut erhaltene Kleidung, sondern jegliche Art an Hilfsgütern, die in Dinklage gespendet und gesammelt werden, mit auf ihren Transport.

„200 Tonnen Hilfsgüter in zehn Jahren – das macht man nicht mal eben so im Vorbeigehen“, lobte Bürgermeister Frank Bittner das Engagement der Malteser. Bittner sei in seiner Zeit als Student aushilfsweise Bus und LKW gefahren und wisse, was es heißt, 1400 Kilometer mit dem LKW zurückzulegen. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Malteser sei gewährleistet, dass die Hilfsgüter vor Ort auch dort ankämen, wo sie wirklich gebraucht würden, so Bittner.

Bürgermeister Bittner lud die jungen Weißrussen zu einem kleinen Empfang ins Rathaus ein und stellte dabei die Stadt und das Rathaus vor. Bittner erkundigte sich interessiert nach der derzeitigen Ausstattung des Bildungssektors und der digitalen Ausstattung. Daniel Hammermeister aus Dinklage übersetzte dabei gekonnt vom Deutschen ins Weißrussische und umgekehrt.

Pfarrer Gawecki bedankte sich bei Dinklage Stadtoberhaupt mit Spezialitäten aus Weißrussland. So erhielt Bittner unter anderem ein weißrussisches Brot, ein Getränk sowie eine spezielle Figur. Zudem erhielt Bittner Gemüse aus dem Gewächshaus, dessen Folientunnel die Malteser 2014 nach Ivje gebracht hatten.

Neben der Besichtigung der Burg nahmen die Gäste auch an einer Messe teil. Eine Radtour rundete den Besuch in Dinklage ab.

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Published on: 1 September
Posted by: ovadmin

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