+ Abonnieren

Maisacker verbirgt auf Irrwegen ein Rätsel

Maiskolben wohin das Auge reicht, schmale Pfade und alle paar Minuten hört man jemanden „Sackgasse!“ rufen: Ein Sonntagnachmittag im Maislabyrinth an Bussjans Hof in Schwege. Von oben sieht das Eisbechermuster, das in das Maisfeld gefräst wurde, ganz einfach aus. Mittendrin fragt man sich jedoch, ob man gerade die Schale oder eine Eiskugel umrandet, oder ist man bereits ganz vom Weg abgekommen?
Es gilt jedoch nicht nur einen Orientierungssinn inmitten der hohen Pflanzen zu entwickeln, sondern auch neun Fragen auf dem Weg zu finden und zu beantworten. Die richtigen Antworten geben Buchstaben her. In der korrekten Reihenfolge ergeben sie ein Lösungswort, mit welchem man Gutscheine für Bussjans Hofcafé gewinnen kann.
Auch Michael und Andrea Janssen versuchen mit ihren Kindern Philipp und Marie den Weg aus dem Irrgarten zu finden. Am Sonntagnachmittag betreten sie um 16 Uhr das Labyrinth und haben nach 40 Minuten bereits sieben der Fragen erfolgreich beantworten können. „Eine Stunde muss man hier schon verbringen“, meint Michael Janssen. Als auch die achte Frage ausfindig gemacht wird, müssen die Kinder herausfinden, welches Bauernhoftier denn gerne Karotten und Zuckerwürfel frisst.
„Am Schwierigsten wird jetzt, die letzte Frage zu finden“, meint der 40-jährige Vater. Fragen wie „Waren wir schon da?“ oder „Hier sind wir doch schon langgegangen, oder?“ bestimmen in den nächsten Minuten das Gespräch. Orientiert wird sich an Baumkronen, die in der Ferne erkannt werden können.
Ein paar Mal trifft die Familie auf Schilder, doch die Enttäuschung ist groß, als sich herausstellt, dass die Fragen bereits gelöst wurden. „Einmal wieder zurück“, heißt es dann. Nach weiteren zwanzig Minuten, ein paar Sackgassen und falschen Abzweigungen gibt die Familie die Suche auf und versucht das Rätsel ohne die letzte Frage zu lösen. „Das ist echt schwierig, macht aber Spaß!“, meint der zehnjährige Philipp Janssen.
Jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag heißt Martina Burhorst Besucher in ihrem Hofcafé und anliegendem Maislabyrinth willkommen. An einem Sonntagnachmittag hat das Labyrinth bei optimalen Temperaturen 40 bis 50 Besucher, darunter hauptsächlich Familien.
Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) kam im Jahr 2004 im Rahmen eines Projekts mit der Idee für das Maislabyrinth. Seitdem plant Martina Burhorst zusammen mit Familie, Freunden und Mitarbeitern jährlich ein neues Thema und Fragen rund um das Thema Bauernhof. Das Symbol, das als Wegmuster in das 1,5 Hektar große Maisfeld gefräst werden soll, wird von Bauzeichnerin Anne Burhorst auf Millimeterpapier vorgezeichnet und von Dieter Burhorst in den Acker gefräst. „Es ist immer wieder ein Nervenkitzel zu sehen, ob das auch so gut wird, wie man sich das vorstellt“, meint Martina Burhorst.
Geöffnet wird das Labyrinth jedes Jahr ab Ende Juni. „In diesem Jahr konnten wir sogar drei Wochen im Voraus öffnen, weil der Mais so gut gewachsen ist“, fügt Burhorst hinzu.

Zum Foto: Unter Stauden: Philipp (10), Marie (8), Andrea (38) und Michael Janssen (40) kämpfen sich durch. Text/Foto: Meyer

Weiterlesen »

Published on: 25 August
Posted by: ovadmin

Texxdealer auf der Gewerbeschau im Epouville-Zelt
Neue Kletteranlage für die Oberschule Dinklage auch dank Unterstützung der LzO-Stiftung