Markus Engelmann von ABATUS Vermögensmanagement informiert über den richtigen Umgang mit Negativzinsen

Immer mehr Banken führen Negativzinsen ein oder senken den Betrag, der noch strafzinsfrei auf dem Konto liegen darf. Rund 460 Banken und Sparkassen (Stand 21.05.2021 – Tendenz steigend) berechnen mittlerweile Negativzinsen auf Guthaben, sogenanntes „Verwahrentgelt“. Dabei gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Gut 60 Banken gewähren nur noch einen Freibetrag von 10.000 Euro oder weniger. 23 Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu.

Doch wie gehen die Menschen damit um?

„Völlig unterschiedlich“, sagt Markus Engelmann von ABATUS VermögensManagement, der sich als Vermögensmanager & Finanzplaner bestens mit der Materie auskennt.

„Die einen tun gar nichts, die anderen treffen vorschnelle Entscheidungen aus dem Bauch heraus, die häufig nicht zur Lebenssituation passen“, schildert er.

Warum sind beide Wege kritisch zu hinterfragen?

„Nachteile beim ersten Weg: Nicht nur die Negativzinsen, sondern auch die Inflation senken langfristig den Wert des Geldes. Zudem sind Beträge über 100.000 Euro nicht mehr durch die Einlagensicherung abgesichert und unterliegen dem Insolvenzrisiko der Bank. Wenn man das Geld in den kommenden Jahren nicht benötigt, sollte man hier über Alternativen nachdenken. Selbst wenn das Geld benötigt wird, gibt es Auswege wie die geschickte Aufteilung unter Ehepartnern oder das Verteilen auf mehrere Banken. Sinnvoll sind hier immer eine unabhängige Beratung und die finanzielle Planung der nächsten Jahre und Jahrzehnte – eventuell auch schon im Hinblick auf Übertragungen an die nächste Generation“, so der Fachmann.

 

Markus Engelmann hat sich nebenberuflich zum Certified Financial Planner fortgebildet und wird im Juni sein Zertifikat erhalten (Mehr Infos liefert dieser Artikel: https://www.made-in-dinklage.de/markus-engelmann-von-abatus-vermoegensmanagement-bildet-sich-zum-certified-financial-planner-fort/).

In Bezug auf rasche Entscheidungen erläutert er: „Auch der andere Weg, die schnelle Entscheidung, um den Negativzins zu vermeiden, ist oft nicht der richtige Weg. Da man den Verlust durch den Negativzins direkt sehen und spüren kann, erzeugt das eine ganz andere Wirkung als die Inflation. Die Psychologie des Menschen und der Umgang mit Verlusten spielen hier ähnlich wie auch am Aktienmarkt eine Rolle.“ Dadurch treffen Menschen immer wieder vorschnelle Entscheidungen. Beim Negativzins wird sich zum Beispiel für die Verwahrung des Geldes im eigenen Haus, den Kauf von Edelmetallen oder einer Immobilie entschieden. Die getroffenen Entscheidungen sind nach Erfahrung Engelmanns selten passend zur individuellen Situation. Beispielsweise werden steuerliche Aspekte, Kaufnebenkosten und Instandhaltungsaufwendungen der Immobilie nicht berücksichtigt – von der Sicherheit des zu Hause verwahrten Kapitals ganz zu schweigen. In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Immobilienpreise prächtig entwickelt und allzu häufig wird verdrängt, dass es jahrzehntelang anders war.

 

So scheint jeder Weg Nachteile zu haben – blockieren diese Überlegungen und das Abwägen jeder Möglichkeit nicht sogar die Entscheidungsfindung?

 

Markus Engelmann: „Nicht, wenn man sich sinnvoll mit der Materie auseinandersetzt. Finanzielle Bildung und eine unabhängige Beratung, die optimal auf die Lebensplanung ausgerichtet ist, helfen hier. Wer die psychologischen Faktoren wie die eigene Verlustaversion kennt und die verschiedenen Optionen abwägen kann, trifft am Ende eine fundierte Entscheidung. Diese sieht bei jedem Menschen anders aus, da jeder Mensch andere Ziele, Wünsche und Lebensträume hat. Darüber sollte man sich klar werden, bevor man sich für oder gegen die verschiedenen Optionen entscheidet. Die Menschen schieben diese Entscheidungen leider oftmals auf – da kann ein Berater helfen, der gemeinsam mit den Menschen die nächsten Meilensteine setzt und dafür sorgt, dass die Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen klar sind.“

Gerade ein Finanzplan ist in diesem Zusammenhang hilfreich. Markus Engelmann steht Interessierten gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung und freut sich darauf, Menschen bei dieser wichtigen Thematik unabhängig und vertrauensvoll zur Seite zu stehen. Foto: Heinrich Klöker

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Published on: 6 Juni
Posted by: ovadmin

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