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Am Grill darf gerne experimentiert werden

15.04.2015

Am Grill darf gerne experimentiert werden

Kräuter, Gewürze, Öle und Saucen - Grillen ist mehr als nur abgepacktes Fleisch in fertiger Marinade aus dem Supermarkt. Die Weinhandlung Bücker hat in ihrer Grillabteilung ein großes und vor allem nicht alltägliches Sortiment. ”Wir stehen jedem Kunden gerne mit Rat, Tat und Zutat zur Verfügung”, sagt Inhaber Robert Bücker. Warum das Steak nicht einmal mit Lemongras, süßer Paprika oder Onion Chutney verfeinern? ”Am Grill ist experimentieren erlaubt, da dürfen auch mal getrocknete Kräuter am Stück in den Rauch gelegt werden.” Alternativ kann das Fleisch auch in süffiges Pale Ale getaucht werden. Auch bei den Gewürzen gibt es mehr als nur Pfeffer und Salz. Bei Bücker gibt es beispielsweise tasmanischen Bergpfeffer, der ist beim Kauen zunächst süßlich, dann bitter und später scharf. Flockenmeersalz legt sich quasi wie Schnee auf den Salat und macht das Essen auch optisch zu einem Genuss. Und mit den richtigen Ölen wird der Eigengeschmack des Fleisches verstärkt. Auch bei der Steaksauce ist Bücker breit aufgestellt. Vor allem die Internationalität wird groß geschrieben, es gibt also nicht nur europäische Saucen. Wie wär’s zum Beispiel einmal mit Rote Beete Ketchup oder Whiskey-Pepper, Mexican Chili oder Jalapeno - das Regal ist prall gefüllt. ”Grillen kann ein Event sein, das zum Ausprobieren anregt. Die Möglichkeiten sind riesig”, sagt Bücker. Wichtig ist auf die Qualität der Zutaten zu achten. Und wer nur einen Gasgrill hat und nicht auf den rauchigen Geruch und Geschmack verzichten möchte, für den gibt es Liquid Smoke - den Rauch zum Sprühen aus der Flasche. Text/Foto: Michael Hahn...

Das Fahrrad aus dem Winterschlaf holen

12.04.2015

Das Fahrrad aus dem Winterschlaf holen

Der Frühling ist da und die ersten Radtouren können starten. Doch bevor das Fahrrad nach einer langen Winterpause wieder auf die Straße kann, sollte es ordentlich durchgecheckt werden. Das Team von Fahrrad Kamphaus gibt hilfreiche Tipps. 1.) Reifen: Steht das Fahrrad über die Wintermonate im Keller oder Schuppen geht automatisch immer etwas Luft aus den Reifen verloren. Vor der ersten Tour sollte also immer zunächst der Luftdruck überprüft werden. Der korrekte Druck ist auf den Reifen vermerkt. "Man sollte immer einen Puffer lassen und den Reifen nicht bis zum Maximum aufpumpen, damit er bei wärmeren Temperaturen dann nicht sofort platzt", sagt Geschäftsführer Jörg Kamphaus. Der Reifen sollte außerdem auf Risse kontrolliert werden. Ist das Gewebe des Schlauches schon zu erkennen, steht dringend ein Reifenwechsel an. Auch die Speichenspannung sollte überprüft werden. "Das geht ganz einfach mit der Hand. Sind Speichen zu locker, müssen sie nachgezogen werden", sagt Kamphaus. Das Profil eines Reifens spielt auch eine wichtige Rolle. Es gibt zwar keine Faustformeln wie beim Autoreifen, aber wenn kein Profil mehr zu erkennen ist, ist es Zeit für einen neuen Mantel. 2.) Sattel/Lenker: Beim Sattel und beim Lenker sollte man ruhig die Schrauben einmal nachziehen. Die Höhe des Sattels muss gerade bei Kindern regelmäßig angepasst werden, da diese sich noch im Wachstum befinden. Faustregel: Wenn der Fahrer auf dem Sattel sitzt und ein Bein auf dem Pedal hat, muss er auf der anderen Seite mit den Zehenspitzen auf den Boden kommen. 3.) Bremsen/Schaltung: Bremsen können "festgammeln". Darum vor der ersten Fahrt, kurz die Drähte und die Bremsklötze überprüfen, um so sicher über die Straßen zu fahren. Gleiches gilt für die Schaltung. Einmal jeden Gang testen, kann nicht schaden. 4.) Beleuchtung: Auch die Drähte zum Dynamo müssen überprüft werden, nicht das bei einbrechender Dunkelheit eine düstere Überraschung wartet. Außerdem müssen die Reflektoren am Rad vollständig sein: Front- und Rückstrahler, je zwei Reflektoren an jedem Rad und Pedalstrahler sind Pflicht. 5.) Kette: Ist die Kette eingerostet, hilft Kettenöl. Wenn es quietscht ist zu wenig davon vorhanden. Die Inspektion kann auch bei den Fachmännern von Fahrrad Kamphaus durchgeführt werden. Eine kompletter Check kostet 18 Euro. Wer ein Elektrorad besitzt, zahlt 28 Euro. In diesem Preis sind auch die Überprüfung der gesamten Elektronik inklusive Motor und Akku enthalten. Außerdem wird das Rad ausgelesen und gegebenenfalls Software-Updates durchgeführt. Text/Foto: Michael Hahn  ...

Eine ruhige Hand und viel Geduld

11.04.2015

Eine ruhige Hand und viel Geduld

Als Uhrmachermeister benötigt Franz-Josef Schumacher viele Werkzeuge: Kleine Schraubendreher, Pinzetten, Gewindeschneider und vieles mehr. Die zwei wichtigsten Utensilien für seinen Job kann er sich allerdings nicht kaufen, die sind angeboren. "Man braucht ein ruhiges Händchen und vor allem Geduld", sagt der 71-Jährige Senior-Chef von Schumacher Optik - Uhren - Schmuck. Das tägliche Geschäft im Laden schmeißt inzwischen sein Sohn Mark, Franz-Josef Schumacher kümmert sich in der Werkstatt um alte Schätze und macht sie wieder fit. Da wird schon einmal eine Kaminuhr aus dem Jahr 1880 vorbei gebracht. Die Glasverkleidung ist kaputt. "Gut das ich auch noch Optikermeister bin, da kann ich solch eine Scheibe selbst zuschleifen", sagt Schumacher. Seit 1961 arbeitet er im Familiengeschäft, das sein Großvater 1890 in Dinklage gegründet hat. Seit 1970 ist er Optikermeister, zwei Jahre später folgte der Uhrmachermeister. "Die Uhren sind mein Beruf, die Optik mein Hobby", verrät Schumacher. Bei Uhren fehlt die Warnleuchte Lediglich vier bis sechs Stunden benötigt der Handwerker, um eine Großuhr komplett auseinander zunehmen, zu reinigen und wieder zusammen zu setzen. "Das Hauptproblem ist der Staub, der sich in den Uhrlagern absetzt." Alle zehn bis zwölf Jahre ist bei einem alten Chronometer eine Generalüberholung notwendig. Man könne dies gut mit einem Ölwechsel bei einem Auto vergleichen, allerdings gebe es bei einer Uhr keine rote Warnleuchte. Wie feinfühlig seine Arbeit sein kann, zeigt ein Blick in das Schraubenregal. Dort gibt es Schrauben mit einem Gewindedurchmesser von 0,04 Milimeter. Dies erklärt auch, warum das ruhige Händchen von Nöten ist. Ein anderes Zahlenspiel verdeutlicht die difizile Arbeit des Uhrmachermeister noch zusätzlich. "Wenn ein Kunde kommt und sagt, seine Uhr laufe um eine Minute falsch, stelle ich ihm immer eine Frage: Was schätzen Sie, wie viele Minuten geht eine Uhr nach, wenn sie nur 1 Prozent falsch läuft?" Die Antwort verblüfft die meisten: Es sind etwa 14 Minuten. Das zeigt, wie kleinteilig und genau Schumacher an den vielen Rädchen drehen muss, um eine Uhr wieder im richtigen Takt der Zeit laufen zu lassen. Text/Foto: Michael Hahn...

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