Tiemerding GmbH

konsequent natürlich wohnen

Im Grunde war die Teilnahme am Entstehen dieses Portals eine weiterführende Konsequenz aus der Zeit, seit Andreas Tiemerding 2001 den väterlichen Betrieb übernommen hat. Die Mitarbeit bei der Gründung eines solchen Portals spiegelt die permanente Weiterentwicklung der Tiemerding GmbH wider. So wie dieses Portal etwas Besonderes im Bereich der Netzwerke ist, weil ein ganzer Ort sich präsentiert mit seinen Geschäftsleuten jeglicher Couleur, so möchte auch die Tiemerding GmbH etwas anders sein als ein normaler Malerbetrieb.


Immer auf der Suche nach neuen innovativen Gestaltungsmöglichkeiten, die getreu dem Motto „Konsequent Natürlich Wohnen“ möglichst auch für ein gesundes Raumklima sorgen sollen.


Im Laufe der Jahre sind die Mitarbeiter so weit ausgebildet, dass die oft ausgefallenen Ideen der Chefs umgesetzt werden können.
Mit der ökologisch patentierten Eigenmarke „Aqua“, die viele Möglichkeiten zur Wandgestaltung bietet und entscheidend zur Verbesserung des Raumklimas beiträgt, ist ein weiterer Meilenstein erreicht.


Die Bestätigung des Weges, den Andreas und Margitta Tiemerding konsequent gegangen sind, war die Aufnahme in den farbrat.
Dies ist eine Wertegemeinschaft westeuropäischer Maler, die sich gefunden haben, um sich stetig weiter zu entwickeln.
Wenn Sie mehr wissen möchten, informieren Sie sich auf unserer Internetseite oder besuchen Sie die Ausstellung der Tiemerding GmbH.

Anschrift

Tiemerding GmbH

Auf dem Hövel 29

49413 Dinklage

04443-514990

a.tiemerding@tiemerding-gmbh.de

www.tiemerding-gmbh.de

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Maler- und Lackierer-Azubi Sven Bokern von der Tiemerding GmbH absolviert triales Handwerksstudium

27.11.2021

Maler- und Lackierer-Azubi Sven Bokern von der Tiemerding GmbH absolviert triales Handwerksstudium

„Triales Studium? Das hatte ich vorher noch nicht gehört“, erzählt Sven Bokern. „Duales Studium kennt man, wie das triale abläuft, darüber musste ich mich erst einmal informieren“, sagt der 21-Jährige, der gerade im zweiten Jahr seine Ausbildung zum Maler und Lackierer bei Tiemerding in Dinklage absolviert. Eben diese Lehre ist ein Teil der trialen Ausbildung. Nach im Minimum vier Jahren Ausbildungs- und Studienzeit wird Bokern gleich drei Titel in der Tasche haben: Er wird Gesellenbrief und Meistertitel in seinem Handwerk erwerben und zugleich einen akademischen Grad als „Bachelor of Arts Handwerksmanagement“, also den „Betriebswirt des Handwerks“ in Händen halten – „sofern er alle Prüfungen besteht natürlich“, schmunzelt Chef und Malermeister Andreas Tiemerding.Gleich drei Ausbildungen auf einmal? Muss man dafür nicht ein Überflieger sein? „Nein, ganz und gar nicht“, schüttelt Bokern den Kopf. Der junge Mann, der am Wirtschaftsgymnasium in Lohne einen guten Abiturabschluss hingelegt hat, sieht vor allem den Zeitaufwand als Herausforderung. Sich diesem zu stellen, dazu müsse man bereit sein. Man habe wenig Freizeit, da man viel lernen müsse. Andererseits verkürze man die üblichen Ausbildungszeiten um fast zweieinhalb Jahre. Er und seine Mitstudenten, die auch aus anderen Handwerkszweigen kommen, seien „ganz normale Typen“. Seine Erfahrung zeige, dass man selbst dann schulisch-theoretisch gut mitkomme, wenn man kein „Überflieger“ sei.Der Weg von Bokern zu Tiemerding war recht ungewöhnlich, berichtet Margitta Flege-Tiemerding, die im Büro des Handwerksbetriebes mit Chef, neun Gesellen und zwei Azubis die Fäden zusammen hält. Man habe Sven über die Familie kennengelernt. „Er wollte Jura studieren.“ Schnell wurde im damaligen Gespräch aber auch klar, dass ein großer Wunsch des Gymnasiasten „der Schritt in die Selbstständigkeit ist. An Sven herangetreten sind wir dann, als wir von dem trialen Studium hörten, das auch uns gänzlich unbekannt war“, berichtet Flege-Tiemerding.Nicht überall wird das Studium angeboten, in Deutschland in Hannover und Regensburg sowie in den Niederlanden. Mit Blick auf die Unternehmensnachfolge im Handwerksbetrieb ist dieses Angebot für (Fach-) Abiturienten angesichts der Perspektiven, die die prosperierende Branche biete, zur Vorbereitung „ideal“, so Tiemerding.Nach dem Angebot der Tiemerdings, das Studium zu absolvieren, kam Sven ins Grübeln: „War schon nicht einfach, sich zu entscheiden, zumal ich mich selbst eher als nur handwerklich durchschnittlich begabt betrachte. Ferienjobs im Straßenbau kannte ich, aber mit dem, was ich heute mache, hatte ich noch nie zu tun.“ Doch der frühe Eintritt in den Beruf, die Möglichkeit, schnell auch „vernünftiges Geld zu verdienen, letztlich die Perspektive Selbstständigkeit“ lockte den Abiturienten schließlich in den Job. „Auch mit den Arbeitskollegen, die etwas skeptisch waren, was für ein Typ da denn auf sie zukommt, und ob der denn überhaupt was kann, ist das Verhältnis sehr gut.“„Sven ist ein Glücksfall für uns. Denn so kann die Betriebsnachfolge gesichert werden“, freut sich Flege-Tiemerding. Für dessen Ausbildung nimmt man auch Geld in die Hand, übernimmt die Kosten für die Zeiten, in der sich Sven etwa auf der Meisterschule in Münster befindet. Sven kann sich auch auf ein mehrwöchiges Praktikum in Dubai freuen. "Über den farbrat haben wir die Möglichkeit, Sven Bokern auch in andere Malerbetriebe zu schicken. Damit er sieht, wie es da läuft. Er war schon bei einem Kollegen in Aachen. Er wird zu einer sehr kreativen Kollegin in die Schweiz gehen und sicher auch noch andere Betriebe in Deutschland besuchen, um seine Kenntnisse zu erweitern", beschreibt Andreas Tiemerding.Für sein großes Ziel setzt der Student viel Zeit ein. „Man muss sich natürlich hinsetzen und auch was tun“, sagt der aktive Fußballer, dessen Hobby gerade sehr leidet. Sich nach einem Tag mit fast neun Stunden Arbeits- und Pausenzeit noch zu motivieren, selbst Unterlagen durchzuarbeiten oder an Onlinevorlesungen teilzunehmen, sei schon manchmal hart. Auch samstags müsse man in Präsenz in Hannover ran. Im Durchschnitt sei eine 50-Stunden-Woche die Regel, berichtet Sven. Er sei dennoch froh, in den Beruf gegangen zu sein, auf die akademische Karriere verzichtet zu haben: „Ich würde mein Studium jederzeit weiterempfehlen.“Auch der „Lehrherr“ kann mit seinem Azubistudenten sehr zufrieden sein. Für besondere Leistungen verlieh die Kurt-Alten-Stiftung Sven jetzt ein Jahresstipendium von monatlich 300 Euro. Das macht nicht nur den Handwerkernachwuchs stolz.Info: www.hwk-hannover.de/ trialesstudium

Interview mit Andreas Tiemerding

12.08.2021

Interview mit Andreas Tiemerding

Andreas Tiemerding vom Malerbetrieb Tiemerding spricht im Interview mit „Made in Dinklage“ über das Thema "Das Handwerk im Wandel der Zeit". Made in Dinklage: „Herr Tiemerding, die Überschrift war Ihre Idee und liegt Ihnen offenbar sehr am Herzen.“ Tiemerding: „Das ist sehr wahr. Seit vielen Jahren bemühe ich mich um mehr Anerkennung der Gesellen in handwerklichen Berufen. Meiner Meinung nach hat es hier in den letzten Jahrzehnten viele Versäumnisse gegeben.“ Made in Dinklage: „Können Sie das konkretisieren?“ Tiemerding: „Das kann ich natürlich und möchte unseren Malerbetrieb als Beispiel nehmen. Mir persönlich ist die Wertschätzung der handwerklichen Arbeit und der Gesellen sehr wichtig. Seit Jahren spreche ich mit unseren Gesellen darüber, wie wichtig sie sind und wie wertvoll ihre Arbeit ist. Im Zuge des Fachkräftemangels dringt dies auch langsam bis zur Bevölkerung durch. Wo Mangel ist, da steigt auch die Wertschätzung. Auch bei den jungen Menschen die eine Lehrstelle suchen, versuche ich auf diese Weise das Interesse zu wecken, einen handwerklichen Beruf zu erlernen.“ Made in Dinklage: „Das Problem, einen Handwerker zu bekommen, kennt natürlich jeder. Wie kann man zur Lösung des Problems beitragen?“ Tiemerding: „Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Notstand zu verbessern. Dazu gehört natürlich eine angemessene, leistungsgerechte Bezahlung. Das versuchen wir in unserem Betrieb schon seit Jahren durchzuziehen. Ein ganz wichtiges Thema ist auch die Wertschätzung der Gesellen und ihrer Arbeit, hier versuche ich immer wieder, dies unseren Gesellen gegenüber darzustellen. Auch deshalb freut es mich, das viele unserer Techniken individuelle handwerkliche Unikate sind. Jeder Geselle hat seine eigene Handschrift. Unsere Gesellen werden immer wieder geschult in ihren handwerklichen Bereichen und müssen sich fortbilden. Wir besprechen auch mit unseren Gesellen die Abläufe auf den Baustellen und was wir noch verbessern können. Diese Gespräche in lockerer Runde mit einem Frühstück finden während der Arbeitszeit statt und werden natürlich bezahlt. Ich finde diese Kommunikation sehr wichtig und es bringt unseren Betrieb weiter. Ein weiteres, großes Thema ist die Ausbildung, hier ist unsere Grundlage für das Fortbestehen des Handwerkes. Wer gute Gesellen haben möchte, muss auch gut ausbilden. Wir bemühen uns jedes Jahr Auszubildende zu nehmen und ihnen einen Weg in die Zukunft zu weisen. Diese Zukunft sehe ich für Azubis im Handwerk sehr rosig, weil wir den Fachkräftemangel haben und Handwerker gesucht sind. Die Bezahlung wird sich automatisch immer weiter verbessern müssen, damit wir interessierten, qualitativ guten Nachwuchs bekommen. Ausbildung und Weiterbildung sind ein großes Thema und betreffen auch mich als Firmeninhaber. Ich versuche mich ständig zu hinterfragen, was ich noch verbessern kann und besuche wie meine Gesellen Seminare.“ Made in Dinklage: „Allgemein hört man ja: Bauen wird immer teurer. Woher kommt denn das?“ Tiemerding: „Ich kann natürlich nur für unseren Betrieb sprechen, aber da wir nicht der preiswerteste Maler am Markt sind, sind wir, glaube ich, ein gutes Beispiel. Ich finde der Preiskampf um den günstigsten Handwerker hat der Baubranche in der Vergangenheit sehr geschadet. Wir haben uns diesem Preiskampf bewusst entzogen und arbeiten gern mit unseren speziellen ökologischen Techniken. Diese sind von uns und dem farbrat entwickelt und es geht in erster Linie um hochwertige und ökologische Oberflächen. Für diese Techniken benötigen unsere Gesellen viele Fortbildungen und Seminare. Dann versteht der Kunde auch durchaus einen höheren Stundenlohn, erwartet aber auch das Besondere. Auch für normale Malerarbeiten bemühen wir uns um qualitativ gute und saubere Arbeit, um unseren höheren Stundenlohn durchzusetzen. Diesen müssen wir fordern, da nicht nur unsere Gesellen ordentlich bezahlt werden, sondern auch das Arbeitswerkzeug von guter Qualität ist. Die Betriebsfahrzeuge werden regelmäßig gewartet, ebenso die Maschinen. Damit ist es uns auch schon gelungen, neue Gesellen anzulocken.“ Made in Dinklage: „Was kann noch helfen, die Situation zu verbessern?“ Tiemerding: „Sicher sind hier die Politik und die Berufsverbände (Innungen) gefragt, die härter darauf achten müssen, dass Tarifverträge und Gesetze verbindlich eingehalten werden müssen. Das Handwerk muss wieder einen deutlich höheren Stellenwert bekommen, damit junge Leute animiert werden, hier eine Ausbildung zu machen. Der gute alte Satz des Handwerkes mit dem goldenen Boden ist heute so wahr wie noch nie, aber er ist vielerorts vergessen! Made in Dinklage: „Vielen Dank Herr Tiemerding, für diese kritischen Worte.“

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