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Raum lernen, Raum erinnern, Raum fühlen: Innenarchitektur für Menschen von Agnes Bornhorst

Haben Sie schon mal etwas vergessen oder verlegt oder die hochgeschobene Brille gesucht? Ja, das ist ärgerlich, aber meist nicht tragisch und kann manchmal sogar recht lustig sein. Mit zunehmendem Alter häufen sich diese Zwischenfälle zwar, denn auch unser Gehirn altert, doch ist dieser natürliche Vorgang kein Grund zur Sorge. Kommen jedoch Konzentrations- oder Sprachstörungen, Orientierungslosigkeit und Persönlichkeitsveränderungen hinzu, heißt oft die Diagnose Demenz.

Das böse Schreckgespenst des lebenswerten Alterns lässt sich bisher nicht aufhalten, aber im Anfangsstadium eingeschränkt verzögern. Doch so einfach ist es nicht, denn diese Menschen brauchen nicht nur ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit, sondern auch ein spezielles Umfeld.

Das ist ein Themengebiet, welches in Alten- und Pflegeheimen immer wichtiger wird.

„Im Juni 2018 sprach mich die St. Hedwig-Stiftung Vechta an, ob ich ein gestalterisches Gesamtkonzept für das neue Alten-Pflegeheim mit einer Tagespflege, Sozialstation und Wohngemeinschaft, welches zurzeit in Goldenstedt gebaut wird, konzipieren kann“, erzählt Innenarchitektin Agnes Bornhorst.

So fing die intensive Zusammenarbeit von Herrn Schulze, Vorstand der St. Hedwig-Stiftung, Herrn Janßen, technischer Leiter im Haus St. Hedwig Stift, Herrn Macke, übergeordnete stationäre Pflegedienstleitung, Herrn Wollering von der IBSH Holding GmbH aus Vechta und der Innenarchitektin Agnes Bornhorst an.

In vielen Gesprächen sowie Begehungen des Seniorenwohnhauses in der Landwehrstraße 1 in Vechta und Erfahrungen der Beteiligten setzte sich Agnes Bornhorst intensiv mit den Themen Wohnen im Alter und Demenzerkrankungen auseinander. „Wir versuchen baulich die verminderte geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit zu fördern und das Leben der Bewohner und deren Angehöriger so lange wie möglich angenehm zu gestalten“, analysiert Agnes Bornhorst.

Hier entstand ein großartiges, spannendes, modernes Konzept, das über Proportionen, Haptik, Akustik, Licht und Farbe unmittelbar sinnliche Erfahrungen vermittelt. Das spricht Menschen mit und ohne Demenz gleichermaßen an.

Was für Betreuer, Bewohner und deren Angehörige gut ist, nützt auch Menschen mit Demenz – und umgekehrt.

Auf dem großen Foto besprechen Agnes Bornhorst und Peter Janßen, technischer Leiter der St- Hedwig-Stiftung, Details des Konzepts im neuen Musterzimmer. Foto: Klöker

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Published on: 19 März
Posted by: ovadmin