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Sanierung der Herbortsburg startet in wenigen Wochen

Am Tag des offenen Denkmals konnten Besucher die sonst der Öffentlichkeit nicht zugängliche Herbortsburg, einen historischen Teil der Dinklager Burg, erkunden. Das Gebäude – auch unter dem Namen Alte Rentei bekannt – steht vor einer aufwendigen Sanierung. Nach Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich im Frühjahr 2020, finden im Erdgeschoss die Ikonen-, Paramentik- und Kerzenwerkstätten Platz. Auf dem Dachboden werden drei Wohnungen für Schwestern der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika entstehen. „Mit der Sanierung wollen wir ein Stück Ortsgeschichte bewahren und schützen“, sagt Schwester Ulrike Soegtrop.
Das Projekt ist sehr umfangreich und kostet mehr als 500 000 Euro. Allein für die vorbereitenden Arbeiten wie die Entkernung waren bislang 50 000 Euro fällig. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die südlichste der vier Burgen der Familie von Dincklage ist über die Jahrhunderte in mehreren Bauphasen Stück für Stück gewachsen. Der älteste Teil, der Keller, stammt wohl aus der Zeit um 1450. Erbaut wurde sie für Herbort, den zweiten Sohn des Stammvaters Friedrich, und blieb bis 1560 im Besitz seiner Nachkommen. Später übernahm Vetter Hugo von der Hugoburg das Gebäude, bis es 1667 in die Hände der Familie von Galen fiel. Die Herbortsburg diente dem Rentmeister als Amts- und Wohnhaus.
Verschiedene Namen spiegeln die unterschiedliche Nutzung wieder: Kettelersburg, Witwenburg, Rentmeisterei oder Alte Rentei. 1975 kauften die Benediktinerinnen die Burg, um sie für ihre Werkstätten zu nutzen. Seitdem wird sie St. Benedikt genannt.
Der Komplex besteht aus zwei miteinander verbundenen, aber selbstständigen Gebäuden. Teil der Sanierung ist auch die Rekonstruktion der Baugeschichte, für die Schwester Johanna Wiese gemeinsam mit dem Vechtaer Fachbüro „Denkmal 3D“ verantwortlich zeichnet. Spenden für die Sanierung der Herbortsburg gehen an das Konto der Abtei Burg Dinklage, Stichwort „Herbortsburg“, IBAN: DE96 2806 5108 0017 5226 00. Das große Foto zeigt Schwester Johanna Wiese (links) und Schwester Ulrike Soegtrop mit einem Herbortsburg-Modell und Torfstein. Text/Fotos: Timphaus

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Published on: 15 September
Posted by: ovadmin

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