Tischlerei Kamphaus baut für den Freundeskreis Schweger Mühle einen Tisch mit Handmahlgang

In der unfreiwilligen Besucherpause in der Pandemie sind an der Schweger Mühle die Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten in vollen Gange. So wurde von der Dinklager Dachdeckerfirma Werner Ruholl Bedachungen die Hohlkammer hinter den Schindeln gereinigt und zum Schutz gegen Insekten und Vogelunrat mit einem Lochblech versehen. Wer im Mai und Juni an der Schweger Mühle vorbeifährt, wird zudem ein ganz ungewöhnliches Bild sehen: Die Galerie, die die Mühle umgibt, wurde Anfang Mai im Zuge der Instandhaltungsarbeiten komplett abgerissen und in den Wochen bis Juli neu angebaut.

Auf die Zeiten nach der Pandemie bereitet der Freundeskreis Schweger Mühle auch das Innenleben der Mühle vor. „Wir haben uns schon lange eine Möglichkeit gewünscht, den Vorgang des Mahlens an einem kleinen Modell erklären zu können“, so Ludger Deters, „gerade, weil viele Schulklassen aus der ganzen Region zu uns kommen. Für die Kinder und Jugendlichen ist es einfacher, die Mehlherstellung zu verstehen, wenn sie das Mahlen und anschließende Sieben selbst erfahren können; und es ist für sie interessanter als nur die großen Mahlgänge in der Mühle betrachten zu können.“

Der Wunsch nach einem Handmahlgang hat sich jetzt erfüllt. Einen kleinen, funktionalen Handmahlgang konnte der Freundeskreis Schweger Mühle über das Internet bei einem Mahlsteinbauer in Holland kaufen. „Wir haben uns bei der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG mit diesem Projekt beworben und dann glücklicherweise auch eine Spende über den benötigten Betrag erhalten“, erzählt Kurt Dödtmann. „Dafür möchten wir uns bei der VR-Bank bedanken.“

Um den Handmahlgang in einen Tisch integrieren zu können, hat Franziska Hintze, Tischlerlehrling bei dem Dinklager Unternehmen Oldenburger Interior, anhand der Beschreibung und Vorstellung von Ludger Deters eine CAD-Skizze angefertigt, die dann zur Fertigung an die Tischlerei Kamphaus übergeben wurde. Inhaber Edgar Kamphaus hatte angeboten, den Tisch für den Handmahlgang zu spenden, wofür sich der Freundeskreis Schweger Mühle herzlich bedankt.

„Wir haben uns dazu entschieden, bei der Verarbeitung des Tisches Buchenholz zu verwenden“, erklärt Edgar Kamphaus, Inhaber der Tischlerei. „Das Aussehen des Tisches sollte gut in das traditionelle Bild der Mühle passen.“

Über sechs Wochen hat sich Finn Lampe, Tischlerlehrling bei der Tischlerei Kamphaus, in jeder freien Minute dem Projekt angenommen. Auch als Vorbereitung auf seine anstehende Gesellenprüfung kam diese Herausforderung gerade recht. „Ich habe natürlich auf alles geachtet, was auch ein Prüfer bewerten würde“, erklärt er. „Den Schnitt aus einem Stück, den Verlauf der Maserung – aber besonderen Spaß hat es einfach gemacht, weil dies ein so ausgefallenes Projekt war.“

Denn die Tischlerei Kamphaus hat hier nicht einfach einen Tisch mit aufgesetztem Mühlstein abgeliefert, sondern ein fachmännisch gearbeitetes, funktionales Modell geschaffen, das dem großen Mahlwerk der Mühle höchstens in den Dimensionen nachsteht. Der Stein ist passgenau in die Platte integriert und das gemahlene Mehl fällt durch ein Sieb direkt in eine herausnehmbare Schublade.

So können sich die Besucher der Schweger Mühle in Zukunft selbst als Müller versuchen und vielleicht sogar den Ausflug mit einem frisch gebackenen Brot aus selbst gemahlenem Mehl beenden.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei Finn Lampe für seinen Einsatz“ freut sich Kurt Dödtmann. „Durch die Tischlerei Kamphaus und die VR Bank Dinklage-Steinfeld eG hat die Schweger Mühle ein wunderschönes Modell dazugewonnen.“

Auf dem Foto abgebildet (v.l.n.r.): Kurt Dödtmann, Ludger Deters, Finn Lampe und Edgar Kamphaus. Text / Bilder: Marlene Wegmann

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Published on: 25 Mai
Posted by: Marlene Wegmann

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