Verbandsnadel in Gold für Benno Fangmann

Als Geschäftsjahr mit einem „zufriedenstellenden Ergebnis“ bezeichnete Benno Fangmann, der gemeinsam mit Harald Rösler den Vorstand der VR Bank Dinklage-Steinfeld e.G. bildet, das zurückliegende Jahr 2018. Rund 180 Mitglieder und Gäste hatten sich im Landgasthof Meyer-Bünne versammelt. Und sie hörten Gutes: So stieg die Bilanzsumme von 476,4 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 485,5 Millionen Euro. Die Mitglieder werden zudem auf ihre Geschäftseinlagen erneut die seit Jahren konstante Dividende von 6,65 Prozent erhalten.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Franz-Josef Athmann führte durch die Tagesordnung und holte zunächst Sabine Meyer (CDU) ans Mikrofon. Diese begrüßte als Stellvertreterin von Dinklages Bürgermeister Frank Bittner die Anwesenden. Sie betonte die Rolle der VR Bank, „einer Bank vor Ort, mit Mitarbeitern, die wir kennen.“
Fangmann gab in seinem Bericht einen Überblick zur Lage der Weltwirtschaft. Diese schwächele und sei angesichts von Strafzöllen und Handelskriegen sehr verunsichert. Er kritisierte die durch die Europäische Zentralbank historisch niedrig gehaltenen Zinsen. Unter der Prämisse, dasselbe Geld wie 2003 über die Differenz von 4,2 Prozent zwischen Spar- und Kreditzinssätzen Geld verdienen zu wollen, hätte die VR Bank von ihren Einlegern bereits im Jahr 2012 Minuszinsen verlangen müssen. Ein Minuszins läge heute bei 1,8 Prozent. Klarer Gewinner der Zinspolitik der EZB seien die Staaten, Verlierer die Sparer, ärgerte sich der Vorstand
Die Zinslage griff auch Rösler auf. 2018 habe die VR Bank „120 000 Euro Strafzins“ für ihre Kundeneinlagen an die EZB gezahlt. Die allgemeinen Zinserträge seien mit 9,4 Millionen Euro konstant geblieben. Die Provisionserträge wurden auf 3,6 Millionen Euro (2017: 3,3 Millionen Euro) gesteigert. Rösler lobte die 79 Mitarbeiter und sechs Auszubildenden der Bank. Diese hätten den Bilanzgewinn von 501 000 Euro durch ihre Arbeit erst möglich gemacht.
Die VR Bank hat derzeit 5 878 Mitglieder, die insgesamt 55 130 Geschäftsanteile halten, so Rösler. Geschäftsbeziehungen unterhalte man zu rund 18 000 Kunden. Das Eigenkapital beträgt jetzt 21,7 Millionen Euro (21,3 Millionen Euro).
Das Wachstum der Bilanzsumme ist vor allem durch steigende Kundeneinlagen getrieben. Rund 346 Millionen Euro verwaltete die Bank im Jahr 2018 (337 Millionen Euro) für ihre Sparer. Kunden stehen bei der VR Bank aber auch mit rund 350 Millionen Euro in der Kreide. Das Geld wird vorwiegend in Immobilien investiert.
Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Franz-Josef Athmann war es die letzte Versammlung in diesem Amt. Er hatte das Gremium seit 1989 geführt, und schied altersbedingt aus. Rösler dankte dem „ausgleichenden und besonnenen Menschen“ für seine langjährige Tätigkeit.
Den Aufsichtsrat bilden nun vier Personen: Dem auf der Versammlung im Amt bestätigten Cord Schiplage, aus Otto Wüst, Alfons Echtermann und Dr. Thomas Riesselmann.
Dem völlig verdutzten Fangmann wurde zum Schluss eine besondere Ehre zuteil. Für 30 Jahre in leitender Position verlieh ihm Verbandsdirektor Axel Schwengels die Ehrennadel in Gold für verdienstvolle Tätigkeit im Genossenschaftswesen. Fangmann begann 1974 seine Lehre als Bankkaufmann bei der Volksbank in Lutten und kam über Holdorf 1989 nach Dinklage. Seit 1999 ist er im Vorstand.

Gute Zahlen und eine goldene Nadel sorgen für strahlende Gesichter: (von links) Axel Schwengels, Dr. Thomas Riesselmann, der geehrte Benno Fangmann, Alfons Echtermann, Sabine Meyer, Cord Schiplage, Harald Rösler und Franz-Josef Athmann. Foto: Kühn

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Published on: 15 September
Posted by: ovadmin

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