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Wie geht`s nach der Ausbildung weiter? Marie Böckmann und Steffen Lampe von der VR Bank Dinklage-Steinfeld im Gespräch über Tätigkeiten und Wünsche

Wie geht`s nach der Ausbildung weiter? Einige Wochen nach ihren bestandenen Abschlussprüfungen wurden Marie Böckmann und Steffen Lampe von der VR Bank Dinklage-Steinfeld gefragt, wie es nun für sie weitergeht und wie sie die letzten Jahre empfunden haben.

Du hast vor wenigen Wochen deinen neuen Arbeitsplatz bezogen, wie ist es dir seitdem ergangen? 

Marie Böckmann: Gut! Der Alltag ist zwar noch nicht so richtig eingekehrt und ich richte mich noch immer in meinem neuen eigenen Büro ein. Mit dem Ende der Ausbildung steigt natürlich auch die Eigenverantwortung, nicht nur in der Beratung, sondern auch bei den banalsten Dingen wie Büroausstattung und einer Alltagsroutine. Ich habe einen ganzen Stamm an eigenen Kunden, super viele Ideen und habe echt Lust auf das, was nun auf mich zukommt!

Steffen Lampe: Es gab viele Veränderungen: zum einen verspüre ich natürlich auf der einen Seite mehr Druck und Verantwortung, da ich nun auch meine eigenen Kunden habe, die mir in all ihren Finanzangelegenheiten voll und ganz vertrauen. Auf der anderen Seite fühle ich mich sicher in meinem Job und weiß, dass ich in der Ausbildung gut auf das vorbereitet wurde, was ich hier jeden Tag mache. Zudem hört die „Ausbildung“ im weiteren Sinne gar nicht wirklich auf, denn auch heute gehe ich noch zu Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und Seminaren in unserer Akademie in Rastede – man lernt nie aus.

 

Rückblick: Was waren deine Erwartungen an den Beruf der Bankkauffrau/ des Bankkkaufmanns? Hattest du Vorurteile, die sich bestätigt bzw. überhaupt nicht bestätigt haben?

Marie Böckmann: Ich muss ehrlich sagen, dass ich während meiner Schulzeit nie den Beruf der Bankkauffrau für mich in Erwägung gezogen habe und somit auch keine großen Vorstellungen von dem Beruf hatte. Mein Bruder, der ebenfalls bei der Volksbank arbeitet, hat mich dann schließlich auf die Idee gebracht und ich dachte mir „warum nicht?“. Klar hat man sich vorher Gedanken gemacht wie es wohl sein wird, aber alle Vorurteile, die man von Bankkaufleuten so hat, haben sich überhaupt nicht bewahrheitet. Ich war sogar so angetan, dass ich direkt ein zweites freiwilliges Praktikum gemacht habe und mir so schnell einen Ausbildungsplatz sichern konnte.

Steffen Lampe: Ganz ehrlich? Vor der Ausbildung hatte ich ein einseitiges Bild des Bankkaufmanns, das sich so bestimmt viele vorstellen: man sieht ein paar Leute am Schalter und dann gibt es da noch weitere, die in eigenen Büros sitzen. Und natürlich die Kasse, wo das dicke Geld gelagert wird. In der Ausbildung habe ich jedoch schnell gemerkt, dass das so nicht stimmt: es gibt so viele verschiedene Abteilungen und Zuständigkeiten, die man als „ganz normaler Schalter-Kunde“ gar nicht mitbekommt. Wir hatten das große Glück, in der Ausbildung fast alle Abteilungen kennenzulernen und das Gesamtbild einer Bank so viel besser zu verstehen. Diese Möglichkeit hat mein Bild von einem Bankkaufmann wirklich komplett verändert, es ist viel abwechslungsreicher und vielseitiger als man sich denkt.

 

Beschreibe die letzten drei Jahre in 3 Worten.

Marie Böckmann: Spritzig! (Ich weiß, das Wort klingt witzig, aber das beschreibt tatsächlich am besten wie lustig, aber auch vertrauensvoll und abwechslungsreich die Ausbildung war),  anspruchsvoll, individuell.

Steffen Lampe: Schnelllebig, aufregend, lehrreich.

 

Was war das Erste, das du nach der bestandenen mdündlichen Prüfung getan hast?

Marie Böckmann:  Zuallererst habe ich meinen Freund angerufen, dann Papa und dann bin ich direkt in die Bank gefahren, um meine Bescheinigung abzugeben. Als ich die „los“ war, ist mir ein unglaublich großer Stein vom Herzen gefallen und dann wurde erst einmal gefeiert!

Steffen Lampe: Tatsächlich habe ich als erstes unseren Ausbilder Frank angerufen, ich weiß ja, dass er mindestens genauso aufgeregt war wie wir selber. Dann gings es direkt nach Hause, wo ich mir erst einmal ein Bier aufgemacht und mit meinen Eltern angestoßen habe.

 

Wo und in welchem Bereich bist du nun nach deiner Ausbildung tätig? Was können deine Kunden nun alles bei dir „bekommen“?

Marie Böckmann: Ich bin seit Februar als Kunderaterin in der Bankstelle Steinfeld zu finden. Hier kümmere ich mich um meinen eigenen Kundenstamm, der überwiegend aus Berufsstartern und jungen Menschen besteht. Aber natürlich auch um jeden Kunden, der zu verschiedenen Themen wie z.B. Geldanlage, Zahlungsverkehr, Versicherungen und Wunschkrediten zu mir kommt.

Steffen Lampe: Mich trifft man seit Anfang Februar in der Bankstelle Dinklage, wo ich als Kundenberater bereits meine ersten eigenen Kunden übernommen habe. Ich habe besonders viele junge Kunden, die ich in den Themen Berufsstart, Vorsorge und Sparen berate. Aber natürlich kann ich auch beim Thema Online Banking, Zahlungsverkehr, Versicherungen und Krediten weiterhelfen, da richte ich mich ganz nach den Bedürfnissen meiner Kunden. Natürlich gibt`s zwischendurch auch mal ganz ungezwungenen Schnack, als Dinklager kennt man ja doch viele Menschen, die täglich bei uns ein- und ausgehen.

 

Wenn du dir einen „Superheldennamen“ im Bankenalltag geben müsstest – welcher wäre es?

Marie Böckmann: Schwierig… ich denke irgendwas mit Online-Banking. Das ist in den vergangenen Jahren zu meinem Spezialgebiet geworden. Oder „Die Übermotivierte“, das würden vermutlich die Kollegen sagen.

Steffen Lampe: Das ist ziemlich schwer für sich selbst zu beschreiben… ich denke „Experte für Fragen in Mittagsaktivitäten“ könnte gut passen. (Anmerkung der Interviewerin: „Mr.-Heute-Euro-Döner?“ trifft es wohl eher)

 

Wenn du deiner Mit-Azubine Marie/deinem Mit-Azubi Steffen  einen „Superheldennamen“ geben müsstest, welcher wäre es?

Marie Böckmann: Mr. Charming!

Steffen Lampe: Das ist schon einfacher: definitiv Schlaubi-Schlumpf! (Anmerkung der Interviewerin: Sein breites Grinsen verrät, dass er definitiv davon profitiert hat)

 

Stellen wir uns vor, du dürftest den Tresor plündern – was würdest du als Erstes tun?
Marie Böckmann: 
Reisen! Erst mal Sonne, Meer und Cocktails tanken und danach würde ich den Rest verteilen. „Geldregen für Alle!“ Ach, und den Süßigkeitenschrank im Service einmal komplett vollmachen!

Steffen Lampe: Ganz klar: den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen.

 

Was treibt dich an?

Marie Böckmann: Das Image der Banker zu verbessern. Mich ärgert es immer so sehr, wenn ich höre, dass die Bank „mir immer nur irgendwas verkaufen will“, ohne auf die Bedürfnisse der Kunden zu schauen. Ich will mit meiner Arbeit zeigen, dass es nicht so ist und dass es wirklich viele Themen gibt, die vor allem junge Menschen betreffen und die ihnen, zumindest in der Schule, nie beigebracht wurden. Dabei muss ich häufig an den Social Media-Post von vor einigen Jahren denken, in dem es von einer jungen Frau heißt „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete und Versicherungen. Aber ich kann `ne Gedichtsanalyse schrieben, in 4 Sprachen.“ DAS treibt mich jeden Tag an.

Steffen Lampe: Der tägliche Umgang mit Menschen, denen ich helfen kann. Und in der eigenen Heimat arbeiten zu können, mit der man so stark verwurzelt ist.

Die Fragen stellte Aljona Braun. 

 

 

 

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Published on: 11 Mai
Posted by: ovadmin

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