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Zu Besuch bei den Welfen

Die dritte Kulturreise des Heimatvereins Dinklage führte zu den Welfen, dem ältesten Fürstenhaus Europas. Zuerst besuchten die Dinklager Schloss Marienburg und danach die Gärten von Schloss Herrenhausen.
Bei der geführten Besichtigung durch das Schloss Marienburg erfuhren die Teilnehmer, dass König Georg V. von Hannover seiner Gemahlin, Königin Marie, das in den Jahren 1858 bis 1867 als Sommerresidenz errichtete Schloss schenkte. Aber Königin Marie konnte nur für kurze Zeit auf ihrem neugotischen Märchenschloss wohnen.
Preußen hatte das Königreich Hannover 1866 annektiert und die Welfen vertrieben. Sie entzogen ihnen das gesamte Privatvermögen und wollten so verhindern, dass die Hannoveraner Welfen Konkurrenten der preußischen Hohenzollern um die deutsche Königs- und Kaiserkrone wurden. So musste die Gemahlin ihrem Mann ins österreichische Exil folgen und sah ihr Märchenschloss nie wieder. Die Heimatfreunde beeindruckte die romantische Burg mit ihren märchenhaften Türmchen und Zinnen. Die nahezu vollständig erhaltene Innenausstattung erinnerte an adliges Leben im 19. Jahrhundert und den fast grenzenlosen Luxus.
Nach einem gemeinsamen Mittagstisch im Restaurant, früher der Pferdestall der Burg, fuhren die Reisenden laut Mitteilung weiter zum Stammschloss der Welfen in Hannover-Herrenhausen.
Kurfürst Ernst August und seine Frau, Kurfürstin Sophie, gestalteten im 18. Jahrhundert als Nachbildung holländischer Barockanlagen den Großen Garten in Herrenhausen. Grünanlagen auf 50 Hektar sollten die Pracht des welfischen Herrscherhauses zeigen. Sie dienten ausschließlich der Freizeitgestaltung der Fürstenfamilie und ihrer vielen Gäste. In dem herrlichen Grün sorgte damals die farbige Bekleidung der Menschen für bunte Farbtupfer. Heute übernehmen kunstvoll gestaltete Blumenbeete diese Aufgabe. Wasserspiele und die mit 72 Metern höchste Fontäne Europas sollten die Bedeutung des Adelshauses unterstreichen. Das im Stil eines Amphitheaters mit 500 Plätzen errichtete Heckentheater mit den vergoldeten Bleifiguren und Taxuspyramiden im Hintergrund war beeindruckend.
Eine kühle Grotte, die Niki de Saint Phalle mit Mosaiken aus Spiegeln, buntem Glas und Kieselsteinen sowie mit üppig grellen Nanas 2003 neu ausgestaltete, war zu bestaunen.
Mehrere Kaskaden, Kanäle und Teiche sowie viele lauschige Ecken haben die Reisenden bei der Führung gesehen. Trotz der Hitze von gefühlt 50 Grad konnten die Dinklager sich an den vielen Impressionen fast nicht satt sehen. Erst nachdem die Teilnehmer sich bei einer Kaffeetafel in klimatisierten Räumen wieder erholt hatten, kehrten sie wohlbehalten nach Dinklage zurück. Foto: Hoymann

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Published on: 6 August
Posted by: ovadmin

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