Zusammenhalt ist die große Stärke des Clubs: Tennisclub Dinklage feiert 50-jähriges Bestehen am Samstag

Um das Image des Tennisclubs Dinklage war es in der Anfangsphase gar nicht so gut bestellt. „Es hieß, dass wir ziemlich versnobt seien. Der Ruf war damals noch schlimmer als beim Golf“, erinnert sich Jan-Bernd Beimforde und lacht. Damals – das war Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre. Doch die anfänglichen Vorbehalte gegen den TCD verflogen dann auch wieder genau so schnell, wie sie in Umlauf kamen, sagt Beimforde. Der 74-Jährige ist jemand, der die Geschichte des Vereins ganz genau kennt. Schließlich ist er bereits seit 1971 Mitglied im TCD. Mittlerweile gibt es den Verein exakt 50 Jahre.
Und das feiert der Tennisclub am Samstag (31. August) ab 15 Uhr mit einer großen Jubiläumsfeier auf seiner Anlage. Gegründet wurde der Tennisclub am 1. September 1969 in der Bauernschänke Wittrock von 15 Mitgliedern. Den ersten Vorstand bildeten Helmut Taphorn (Vorsitzender), Dieter Mowitz (2. Vorsitzender), Manfred Haas (Schriftführer) und Walter Bruning (Kassierer). Die weiteren elf Gründer des Vereins waren Ignatz Vieson, Ludwig Middendorf, Adolf Tepe, Klaus Küper, Aloys Grisoph, Heiner Bröring, Peter Kamphaus, Franz-Josef Schumacher, Henry Dujardin, Albert Kamphaus und Heiner Beckermann. Sie zahlten jeweils zehn DM ein, womit der Grundstein des TCD gelegt war.
Fünf Jahrzehnte später sitzen Herren-60-Spieler Beimforde, die Vorsitzende Nicole Blömer sowie die Trainer Andreas Kolbeck und Robin Srur an einem sonnigen Morgen auf der Anlage Am Freibad und blicken launig auf die Geschichte ihres Vereins zurück. Klar wird dabei sofort: Der Verein lebte und lebt noch immer vom Zusammenhalt und dem Engagement der Mitglieder. „Wir hatten immer sehr viele Spieler, die dem Verein geholfen und mit angepackt haben“, sagt Blömer. „Die Gemeinschaft ist unsere Stärke.“ Und damit waren auch die diversen Baumaßnahmen im Laufe der 50 Jahre zu stemmen. Die Clubanlage wurde vier-, fünfmal erweitert und angebaut (zuletzt 2012). Die Zahl der Ascheplätze stieg über zwei erst auf drei, dann auf sechs und aktuell acht Plätze. „Damit sind wir schon ganz gut aufgestellt“, findet Kolbeck. Er selbst hat in den vergangenen 40 Jahren als Spieler und vor allem Trainer wohl fast mit jedem Mitglied einmal die Bälle über das Netz geschlagen. Und dabei hatte der von allen nur „Kolle“ gerufene 54-Jährige auch die größten Talente unter seinen Fittichen. Zuerst zu nennen wäre da natürlich U16-Nationalspielerin Julia Middendorf. Aber auch Namen wie etwa Michael Carsten (übrigens mit einer positiven Bilanz gegen seinen Alterskollegen Nicolas Kiefer), Frank Trommer, Elke Bahlmann, Sandra Meyer oder Frederike Putthoff produzierten auf nationaler Ebene viele Schlagzeilen für den TCD. „Auf unsere Nachwuchsarbeit früher und heute können wir schon stolz sein“, findet Beimforde. Das sei auch der Arbeit der langjährigen Jugendwartin Elisabeth Middendorf, „der Grande Dame des TCD“ (Blömer), zu verdanken. Was wünscht sich der Tennisclub für die Zukunft? „Eine Tribüne für Platz 4 wäre nicht schlecht“, schmunzelt Kolbeck.
Doch das Wichtigste sei, die aktuelle Zahl von rund 400 Mitgliedern zu halten. Anfang der 1990er Jahre – in der Zeit des Tennisbooms in Deutschland – gab es mal 475 Mitglieder, vor 15 Jahren waren es aber auch „nur“ noch 300 Mitglieder. „Wir sind offen für alle Gesichter“, betont Beimforde. Das zeigen unter anderem auch die vielen Beitritte von (ehemaligen) Handballern und Fußballern. Und: „Tennis kann man in jedem Alter spielen.“ Der ehemalige Vorsitzende Reiner van der Vorst schwingt zum Beispiel mit seinen 83 Jahren noch regelmäßig das Racket. „Mir ist um die Struktur des Vereins überhaupt nicht bange“, blickt die Vorsitzende Nicole Blömer optimistisch in die Zukunft des Vereins. Trotz der Vorbehalte zur Gründung vor 50 Jahren. Anmeldungen für die Jubiläumsfeier werden an nicole@malerbetrieb-bloemer.de und unter Handy 0171/6191814 erbeten.

Die Vereinsvorsitzenden: 1969-1979: Helmut Taphorn, 1979-1982: Bernd Trommer, 1982-1985: Reiner van der Vorst, 1985-1989: Willy Real, 1991-1999: Jürgen Bahlmann, 1999-2005: Edgar Schumacher, 2005-2017: Dirk Middendorf, 2017-heute: Nicole Blömer

Das große Foto zeigt (v.l.) Andreas Kolbeck, Nicole Blömer und Robin Srur. 

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Published on: 28 August
Posted by: ovadmin

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