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Generalversammlung 2016 der VR Bank: Vorstandsmitglied Reinhard Koldehoff stellt solides Geschäftsergebnis 2015 vor

In einem bis zum letzten Platz gefüllten Saal begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Franz-Josef Athmann alle Mitglieder zur ordentlichen Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2015 und stellte die Beschlussfähigkeit der Generalversammlung fest. Nach dem Grußwort durch Bürgermeisterin Manuela Honkomp, die sich auch in Namen von Frank Bittner aus Dinklage für die Zusammenarbeit mit der VR BANK Dinklage-Steinfeld bedankte, erstattete das Vorstandsmitglied Reinhard Koldehoff den Bericht für das Geschäftsjahr 2015. „Wir sind stolz darauf, als kompetenter Finanzpartner Ihnen auch für das Jahr 2015 wieder ein solides Geschäftsergebnis vorstellen zu können“, betonte Koldehoff. In seinem Bericht ging er darauf ein, dass die Bankenbranche von besonderen Veränderungsprozessen betroffen ist. Zunehmende gesetzliche Vorschriften, man könne schon von einer Regulierungswut sprechen, so Koldehoff, bänden immer mehr Kapazitäten in der Bank. Es entstehe der Eindruck, dass der Aufwand für die Banken und der Nutzen für den Verbraucher in einem deutlichen Missverhältnis stehen. „Muss man alles bis ins Kleinste regulieren?“, so Koldehoff weiter. „Dient das noch dem Verbraucherschutz oder grenzen einige Vorschriften nicht schon an die Bevormundung der Kunden, wenn man an die Wohnimmobilienkreditrichtlinie denkt?“ Eine zunehmende Entfremdung der Bürger gegenüber dem Gesetzgeber könnte das Ergebnis sein. Wie sollen heute junge Kunden noch zum Sparen angehalten werden, oder wie soll es ihnen gelingen eine Altersvorsorge aufzubauen, wenn der Zins dafür faktisch abgeschafft ist, so Koldehoff.

Die EZB sollte den Zins den Marktmechanismen überlassen, damit Angebot und Nachfrage einen fairen Preis finden. Sicherlich werden die Banken alles tun, um den privaten Sparer vor Negativzinsen zu schützen, man muss auch realistisch betrachten, dass es nicht Aufgabe einer Bank sein kann, Kunden auf Dauer von den gewollten Folgen dieser Zentralbankpolitik fernzuhalten. Dennoch zeigte sich Reinhard Koldehoff optimistisch, dass die VR BANK den künftigen Anforderungen gewachsen ist: „Diesen Anforderungen haben wir uns in der Vergangenheit gestellt und werden es auch in Zukunft tun. Wir sind überzeugt, dafür die richtigen Lösungen zu finden, um uns auch im Markt von morgen zu behaupten“, betonte Koldehoff.
Die Genossenschaftliche Beratung, die jeder Kunde in der VR BANK in Anspruch nehmen kann, erfüllt in vollem Umfang den Wunsch des Kunden auf Individualität, Vertrauen, Transparenz, Fairness, Glaubwürdigkeit und Partnerschaft in allen Lebensphasen. Die Bilanzsumme stieg um 15 Mio Euro auf rd. 410 Mio Euro.
Wachstumstreiber war insbesondere das Kreditgeschäft, das mit einem Volumen von nunmehr 305 Mio. Euro um 23 Mio. Euro oder 8 % anstieg. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 10 Mio. Euro auf 281 Mio. Euro. Durch die Umschichtung von rd. 4 Mio. Euro auf kurzfristige Anlagen ging der Bestand der Kundenwertpapiere auf rd. 50 Mio. Euro zurück. Erfreulich entwickelt hat sich auch das Eigenkapital der Bank, das Koldehoff als das Fundament der Bank bezeichnete. Dieses konnte durch Zuweisungen aus dem Jahresüberschuss auf nunmehr 35,6 Mio. Euro deutlich gestärkt werden. Der Zinsüberschuss betrug rd. 8,8 Mio. Euro. Insbesondere diese Position wird durch die jetzt deutlich niedrigeren Zinssätze in den kommenden Jahren weiter zurückgehen. Die Verwaltungsaufwendungen, bestehend aus den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und den Personalaufwendungen, stiegen absolut um 300 TEUR auf 7,3 Mio. Euro. Im Vergleich zu allen Banken des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems liegen die Aufwendungen der VR BANK deutlich unter dem Durchschnitt.
Mit dem Jahresergebnis 2015 zeigte sich der Vorstand der Bank mehr als zufrieden. Für das Jahr 2016 erwartet die Bank, trotz unverändert guter Kreditnachfrage, ein leicht rückläufiges Ergebnis.
Die Mitglieder stimmten dem Gewinnverwendungsvorschlag mit großer Mehrheit zu und erhalten aus dem Jahresüberschuss eine stattliche Dividende in Höhe von 6,65%. Der Rest wird den Rücklagen zugewiesen.
Aktuell bildet die VR BANK sieben junge Menschen zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau aus. Viele Mitarbeiter nutzen die von der Bank angebotenen Fortbildungsmaßnahmen. Ein Markenzeichen der Bank sind auch die vielen Mitarbeiter mit jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit.
Viele Vereine und gemeinnützige Einrichtungen wurden auch in 2015 mit insgesamt 43.000 Euro großzügig unterstützt. Nach der turnusmäßigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde Franz Josef Athmann einstimmig in den Aufsichtsrat der Bank wiedergewählt.
Nach verschiedenen Fragen der Mitglieder, unter anderem zur Rücklagenbildung und zu den Gebühren, schloss Franz-Josef Athmann die Generalversammlung und lud alle Mitglieder ein, Gäste der VR BANK zu sein.

https://www.vr-bank-dinklage-steinfeld.de/wir-fuer-sie/aktuelles-regionales/banksache/generalversammlung-2016.html

Auf dem Foto: v. l.: Reinhard Koldehoff, Franz-Josef Athmann, Harald Rösler und Benno Fangmann

Foto/Text: VR Bank

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Published on: 18 August 2016
Posted by: ovadmin

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