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Heimatverein Dinklage zu Gast in Elisabethfehn

In der zweiten Kulturreise des Jahres machten sich die  Mitreisenden des Heimatvereins Dinklage mit der Geschichte des Moores und der Besiedlung  Elisabethfehns vertraut. Nach einem Einführungsvortrag über die Entstehungsgeschichte des Moores und die Verwendung des abgebauten Torfes fuhren die
Mitreisenden in der „Seelter Foonkieker Torfbahn“  mit Getöse durch die Torfabbau- und  Renaturierungsflächen der „Esterweger Dose“. Bei einem Stopp konnten sich alle von der Jahrhunderte dauernden Wiederaufbauleistung durch die Torfmoose überzeugen und sich am weiten Ausblick und dem überall blühenden Wollgras erfreuen. Auch erfuhren wdie Teilnehmer, dass die imposanten 352 Meter hohen Türme des Langwellensenders der Marine zu den höchsten Bauwerken Deutschlands gehören.

Nach einer moortypischen Mahlzeit berichteten zwei Museumsführer im Moor- und Fehnmuseum über die Siedlungsgeschichte Elisabethfehns. Ab 1855 wurden vom Großherzog Parzellen an Kolonisten verkauft. Diese bauten in nur 100 Jahren acht Meter mächtige Torfschichten ab und verwandelten die ursprüngliche Moorgegend in eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft. Erst in der dritten Generation verschafften sich ärmste Moorbauern durch Torfabbau und Kultivierung ein auskömmliches landwirtschaftliches Einkommen und trugen zur Ernährung der Bevölkerung bei. Unterhaltsam war auch das Tee- und Kaffeetrinken während der Bootsfahrt. Der Bootsführer erklärte den Einfluss von Ebbe und Flut, die Umwandlung der ursprünglichen Natur in eine Kulturlandschaft und erzählte kurzweilige Geschichten um die Grenzgewässer des Oldenburger Ammerlandes, Ostfrieslands und des Oldenburger Münsterlandes.

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Published on: 11 Juni 2016
Posted by: ovadmin

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