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Kolpingorchester unterhält aufs Allerbeste

Mit Fanfaren-Klängen eröffnete das Kolpingorchester Dinklage  in der Aula der Oberschule Dinklage einen Konzertabend, den wohl alle der über 400 Zuhörerinnen und Zuhörer in allerbester Erinnerung behalten werden. Die Fanfaren gehörten zum Intro des 80er-Jahre-Klassikers „Africa“ der Band Toto und wurden gleichzeitig als Intro diesem Frühjahrskonzert mehr als gerecht: Schließlich feiert das Orchester in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen.
Und trotz dieser langjährigen Tradition zeigte sich im Laufe des Abends, dass Vorsitzende Christine Lier völlig Recht hatte bei der Begrüßung der Gäste. „Wir sind ein jung gebliebenes Orchester. Allein in diesem Jahr hatten wir 16 Neuaufnahmen aus den Reihen des Jugendorchesters“, stellte sie dabei unter großem Applaus des Publikums fest. Später durfte es auch erleben, wie gut im Dinklager Kolpingorchester – und sicher nicht nur musikalisch – Alt und Jung miteinander harmonieren.KOD-20160312_0025 r
Denn eines der Stücke, das Madonna-Medley „Like a Prayer“, spielten Kolpingorchester und der Nachwuchs aus dem Jugendorchester unter der Leitung von Petra Fangmann zusammen; 73 Musikerinnen und Musiker saßen dabei vorn auf der Bühne. Das war nach der Pause. Zu Beginn des unterhaltsamen Konzertabends präsentierte das Kolpingorchester allein, was es unter dem Motto „Legenden“ unter der Leitung von Klaus Dalinghaus in den vergangenen Monaten einstudiert hatte. Einfach grandios: die Hymne aller Musikfreunde, die John-Miles-Komposition „Music“, in einem Arrangement, das Dirigent Dalinghaus selbst für sein Orchester geschrieben hat. „Leute, ihr seid der HamKOD-20160312_0027 rmer“, sagte Calle Meinert anschließend fest. Und das konnte wortwörtlich genommen werden: Denn bei diesem Stück wurde direkt zu Beginn eine besondere Stärke des Orchesters deutlich: die beeindruckend starke und vielseitige Percussion-Abteilung mit Kesselpauken, Glockenspiel, Marimbaphon, Röhrenglocken, Drum-Set, Congas, großer Trommel und Becken.

Der Dinklager Calle Meinert ( „Soul“ des heimischen Unplugged-Duos „Buddy and Soul“) führte fröhlich-schnoddrig durch den Abend. Viel Gelächter gab es, als er gemeinsam mit dem Tubisten des Orchesters seine Version einer Fernseh-Legende zu Gehör brachte: die Traumschiff-Titelmelodie. Dass das Orchester keine Herausforderungen scheut, zeigte sich bei der Rocksinfonie „Bohemian Rhapsody“ Freddy Mercurys. Beachtenswert, wie die Musiker die schnellen Tempiwechsel meisterten, vom Balladensound in schwierige Stakkato -Passagen wechselten und den bombastischen Rock-Oper-Charakter des Stücks trafen. KOD-20160312_0039 r
Eine mittelalterliche Hexengeschichte („The Witch And The Saint“) erinnerte mit voluminösem Bläsersound an Filmmusik, bevor das Jugendorchester unter der Leitung von Petra Fangmann mit „Moves Like Jagger“ und „A Tribute To Michael Jackson“ wieder im Hier und Heute eintraf.

KOD-20160312_0129 rIm letzten Programmteil gehörte noch einmal dem Kolpingorchester allein die Bühne. Es erwies mit zwei Medleys den Song-Legenden Tom Jones und Frank Sinatra die Reverenz. Nach dem River-Kwai-Marsch und einer Polka-Zugabe, die das Publikum nachhaltig einforderte, war klar: Dieses Orchester ist auf einem guten Weg in die nächsten 65 Jahre seiner Geschichte – und einer der wichtigen Kulturträger in der Stadt.

Text: Ruth Honkomp/Fotos: Taphorn

 

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Published on: 14 April 2016
Posted by: ovadmin

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