Dinklager Benediktinerinnen vernetzen sich europaweit

Noch bis Samstag, 13. Januar, tagt in der Dinklager Benediktinerinnenabtei St. Scholastika das Leitungsgremium der ‚Communio internationalis Benediktinarum‘ (CIB), dem weltweiten Zusammenschluss der weiblichen benediktinischen Ordensgemeinschaften.

Stellvertretende Moderatorin des Gremiums ist die Dinklager Äbtissin Sr. Franziska Lukas. Maßgeblich mitbegründet wurde das Gremium durch die frühere Dinklager Äbtissin Máire Hickey.

Zentrale Frage sei die Zusammenarbeit zwischen Frauen- und Männerorden sowie zwischen beiden Geschlechtern in der Kirche generell, sagte Äbtissin Lukas. Dem siebenköpfigen Leitungsgremium gehören neben ihr Klostervorsteherinnen aus Australien, Belgien, Spanien, Tansania sowie den USA an.

Zu Gast im Dinklager Kloster ist derzeit ebenfalls Abtprimas Gregory J. Polan OSB (Rom), oberster männlicher Repräsentant der weltweit rund 22.000 Benediktiner und Benediktinerinnen. Seit Herbst 2016 ist er Nachfolger des Deutschen Benediktiners P. Notker Wolf.

Als wunderbaren Ort mit einer beeindruckenden Gemeinschaft hat Polan die Dinklager Abtei bezeichnet. Am meisten hätte ihn der warmherzige Empfang beeindruckt sowie die Arbeit mit Obdachlosen und Flüchtlingen, welche die Schwester dort leisten würden, sagte er in englischer Sprache.

Im Blick auf den weltweiten benediktinischen Ordensnachwuchs sagte Polan, dass es Orte gebe, an denen die Gemeinschaften wachsen würden, während sie anderen Orten eher stagnierten. Wachstum und damit große Gemeinschaften gebe es beispielsweise in Südkorea, auf den Phillippinen, in Südafrika sowie in den USA.

Auf die Traditionen zu vertrauen, das zu tun, wozu die jeweiligen Gemeinschaften berufen sind sowie den Menschen auf die bestmögliche Weise zu dienen, sieht der Abtprimas als Weg in den derzeitigen Herausforderungen, die der Kirche aufgegeben seien. Dann werde sie die augenblickliche Krise überwinden, ist der Ordensmann fest überzeugt. Seinen Optimismus nehme er aus der Bibel.

In dieser sowie der nächsten Woche wird in der Dinklager Abtei auch die Bildung einer europäischen Konföderation von elf Ordensniederlassungen der Benediktinerinnen im europäischen Raum vorbereitet. Dieser werden neben den Schwestern aus Dinklage weitere zehn europäische Gemeinschaften angehören. Frauen aus Litauen, Belgien, Spanien, Frankreich, Niederlande und Schweden. Unberührt davon bleibt die rechtliche Selbständigkeit Dinklages.

Weltweit gibt es derzeit 13.725 Benediktinerinnen, bundesweit sind es 1200. Zur Abtei in Dinklage zählen augenblicklich 22 Schwestern im Alter zwischen 36 und 93 Jahren.

Eine Verbindung in die benediktinische Ordenszentrale in Rom gibt es von Dinklage darüber hinaus insofern, als Schwester Antje Eichhorn aus der dortigen Abtei seit Herbst 2017 zu den engsten Mitarbeitenden des Abtprimas in Rom zählt.

Zum Foto: Äbtissin Franziska Lukas (2.v.l.), Abtprimas Gregory Polan sowie weitere benediktinische Ordensoberinnen aus aller Welt im Innenhof des Dinklager Klosters. Text/Foto: Kattinger

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Published on: 10 Januar
Posted by: ovadmin

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