Er löst gerne Probleme und schätzt das Leben in Dinklage: Manuel Schlarmann von Wechselgrün im Porträt

Wie ist der Geschäftsführer, der selbstständige Handwerker oder die Ladenbesitzerin eigentlich privat? Wo kommt er oder sie her? Warum hat er oder sie gerade diesen Beruf ergriffen? Wir gucken regelmäßig hinter die Kulissen und stellen die Dinklager Geschäftswelt und deren Protagonisten vor. Weiter geht es heute mit Manuel Schlarmann von Wechselgrün. 

Manuel Schlarmann ist gebürtiger Dinklager. Nach mehreren anderen Wohnorten lebt er seit sieben Jahren wieder in der jungen Stadt am Burgwad und fühlt sich dort sehr wohl: „Ich mag die Gemütlichkeit der Stadt. Man hat alles, was man braucht. Zudem ist die Stadt für Kinder sehr schön mit vielen Spielplätzen und dem Burgwald, der zu Spaziergängen einlädt. Das ist schon purer Luxus. Und wenn man mal weiter weg muss, ist die Autobahn vor der Haustür.“

Manuel Schlarmann ist 26 Jahre alt und seit 2019 mit Ehefrau Franziska verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne.
In seiner Kindheit und Jugendzeit zog Manuel Schlarmann mit seiner Familie mehrmals um und lebte in Steinfeld, Damme, Vechta und Quakenbrück.

2012 verließ er nach der 11. Klasse auf eigenen Wunsch das Wirtschaftsgymnasium Lohne und wagte sogleich den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich wollte raus aus der Theorie und rein die Praxis“, erinnert sich Manuel Schlarmann. Er gründete zunächst eine Werbeagentur mit den Schwerpunkten Werbeartikel und Gestaltung und spezialisierte sich in den folgenden Jahren im Bereich Online-Marketing und baute Online-Marken und Online-Shops auf Erfolgsbasis mit auf.
„Verkauf und Vertrieb haben mich schon immer fasziniert“, sagt Manuel Schlarmann. „Und ich mag es, tief in die Materie einzudringen, Probleme zu identifizieren und dafür die bestmöglichen Lösungen zu finden.“

Die Geburt seines ersten Sohnes brachte Manuel Schlarmann zum Nachdenken, schließlich war und ist das Thema Umweltschutz in aller Munde. „Was soll ich meinen Kinder später sagen, wenn sie fragen: ,Papa, was hast du damals eigentlich für die Umwelt getan?’“, fragte sich der Familienvater. Er ist überzeugt: „Umweltschutz ist vielen Menschen wichtig. Wenn man aber ohne Aufwand etwas für die Umwelt tun kann und dabei noch Geld spart oder verdient, ist das die ideale Kombination.“
Mit drei Freunden grübelte Manuel Schlarmann tagelang nach einer Lösung. Schließlich fanden sie ein Modell, das im Vorjahr in die Gründung des Unternehmens Wechselgrün mündete.

„Bislang beziehen in Deutschland erst 30 Prozent aller Haushalte Ökostrom und Ökogas. Diesen Anteil wollen wir erhöhen und mehr Ökostrom und Ökogas in den Kreislauf bringen“, sagt der Dinklager.
Das Team von Wechselgrün vollzieht kostenlos den Wechsel des Strom- oder Gasanbieters und kümmert sich um den Papierkram, so dass die Kunden in Zukunft ausschließlich Ökoenergie beziehen. „So leisten sie ihren Beitrag zum Klimaschutz. Das Beste daran: In der Regel wird dabei sogar noch Geld gespart“, erklärt der Markeninhaber, der auch die Marktpreisentwicklung im Blick hat. Manuel Schlarmann vereinbart persönliche Termine mit den Kunden, schaut sich die Abrechnung an und überlegt, ob ein Wechsel Sinn macht.

„Im Landkreis Vechta habe ich bereits mehr als 500 Zähler gewechselt. Dadurch haben die Kunden fast 30 000 Euro eingespart und es werden pro Jahr über 1200 Tonnen CO2 kompensiert“, berichtet Manuel Schlarmann und ergänzt: „Ferner wird über eine Organisation pro Wechsel ein Baum im mexikanischen Regenwald gepflanzt.“ Die Arbeit macht Manuel Schlarmann Spaß. „Ich lerne viele nette Menschen kennen und freue mich über die Erfolge für die Umwelt, wenn Bäume gepflanzt werden, CO2 eingespart wird und die Kunden Geld sparen.“

Seit diesem Jahr ist Wechselgrün auch im Bereich Photovoltaik tätig und fungiert als Berater und Vermittler für ein bundesweit tätiges Unternehmen. Welche Anlage rechnet sich? Wie sehen die Verbräuche genau aus? Macht ein Speicher Sinn? Diese Fragen klärt Manuel Schlarmann vor Installation der Anlage.

Für die Zukunft wünscht Manuel Schlarmann sich, dass das Unternehmen personell wächst, „damit wir die Wirkung multiplizieren können“.
Charakteristisch für Manuel Schlarmann sind sein „strategisches Denken und die sehr hohe Empathie. Das hilft mir, das Problem meines Gegenübers zu identifizieren. Zudem versuche ich aus jeder Situation das Positive zu ziehen. Beruflich bin ich eher strategisch-analytisch geprägt und privat familiär, gemütlich und gesellig.“

In seiner Freizeit ist die Familie Manuel Schlarmanns größtes Hobby. Zudem verfolgt der Fußballfan gerne die Spiele seines Lieblingsvereins Werder Bremen mit Freunden und Familie – oft verbunden mit einem netten Grillabend. „In der vergangenen Saison hat Werder leider nicht ganz so viel Freude bereitet“, sagt er mit einem Lächeln.

Im kommenden Jahr strebt der 26-Jährige ferner an, den Motorradführerschein zu machen. Und er träumt davon, mit seiner Familie per Wohnwagen mehrere Monate durch Europa zu reisen und die Freiheit zu genießen, „Die Idee ist geboren, wir müssen mal schauen, wann wir sie umsetzen“, sagt Manuel Schlarmann vorfreudig. Und bis es soweit ist, freut er sich sehr auf sein berufliches und privates Leben in Dinklage. Text: Heinrich Klöker/Foto: Strunk

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Published on: 19 Juli
Posted by: ovadmin

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