Stadt Dinklage

Historischer Prozessionsweg wird eröffnet

Datum: 20.03.2021

Redaktion

„Mut woher – Mut wozu“ – über dieses Thema machten sich Kinder der Kardinal-von-Galen-Grundschule und des Kardinal-von-Galen-Hauses bereits im Jahre 2015 Gedanken. Herausgekommen waren seinerzeit zahlreiche tolle Entwürfe der Beteiligten. Zwei davon sind bereits seit einigen Jahren in Übergröße zu bestaunen: die über die Grenzen Dinklages hinaus bekannte Mutkugel am Kreisverkehr des Dinklager Rings von Lohne aus kommend sowie die „Balance“, die auf dem Gelände des Kardinal-von-Galen-Hauses aufgestellt wurde. Das Thema „Mut woher – Mut wozu“ war aber auch in den vergangenen fünf Jahren immer in den Köpfen des Vereins der Freunde und Förderer von Galens, der Kardinal-von-Galen-Stiftung, den Schwestern auf Burg Dinklage und der Stadt Dinklage. Überlegt wurde seinerzeit, wie den vielen spannenden Entwürfen eine weitere Plattform geboten werden kann. Nun – über fünf Jahre nach den ersten Entwürfen der Grundschule und des Kardinal-von-Galen-Hauses - münden diese Überlegungen auch dank einer Förderung aus dem LEADER-Projekt des Landkreises Vechta pünktlich zum 75. Todestag des Kardinals in einen historischen Prozessionsweg, der ab Sonntag (21. März) auf dem Weg zwischen der Burgallee und der Matthiasstraße zu sehen sein wird. Insgesamt acht Stelen geben dem „Mut-Weg“ sein Gesicht. Gestaltet wurden die Stelen von Schmiedemeister und Dipl.-Designer Alfred Bullermann aus Friesoythe, der auch bereits für die Erstellung der „großen“ Mutkugel am Kreisverkehr verantwortlich zeichnete. Alle Stelen haben eine eigene Bezeichnung. Neben der „kleinen“ Mutkugel gibt es auch „Mut im Kopf“, „Balance“, die „Kardinal-von-Galen-Münze“ das „Mutpuzzle“, „Entfaltung“, die „Mutstele“ und „Mut im Stacheldraht“. Ein QR-Code auf jeder einzelnen Stele gibt nähere Infos. Mit der Errichtung des historischen Prozessionsweges wollen alle Beteiligten die Erinnerung und Wertschätzung des Kardinals weiter lebendig halten. Dass dieses Projekt in dieser Form umgesetzt werden konnte, ist dem großen Engagement aller Beteiligten zu verdanken. Ein großer Dank geht an das Projekt LEADER Vechta, die das rund 61.100 Euro teure Projekt mit einem Betrag von 24.500 Euro bezuschusst haben. Einen Betrag in Höhe von 25.600 Euro hat die Stadt Dinklage getragen. Die verbleibenden 11.000 Euro hat der Verein der Freunde und Förderer von Clemens-August Kardinal von Galen zugesteuert. „Leider können wir den Prozessionsweg nicht mit einer großen Feier eröffnen“, bedauert Sr. Johanna, die bei den Schwestern auf Burg Dinklage für die Begleitung des Projekts verantwortlich zeichnet. Als kleine Entschädigung wurde jedoch bei der Dinklager Agentur Motion Pixels ein Projektfilm zur Entstehungsgeschichte des Prozessionsweges in Auftrag gegeben. Es sei äußerst inspirierend, wie darin die Schülerinnen, Alfred Bullermann, Alt-Bürgermeister Josef Kathe sowie der amtierende Bürgermeister Frank Bittner die Ideen von damals, für heute aktualisiert hätten, so Sr. Johanna. „Mut macht, dass sich auch Filmemacher Daniel Wegmann schon hat anstecken lassen“, sagt Sr. Johanna getreu dem Motto. „Gerade, als wir die Stelen mit den Mut-Objekten aufgestellt hatten, kamen drei Kinder auf ihrem Spielzeug-Trecker mit Anhänger vorbei und betrachteten interessiert und neugierig, was wir da taten“, erzählt Sr. Johanna. Ein Kind fragte: „Was macht ihr da?“  Projektziel erfüllt: „Der Kardinal bleibt ein gefragter Mann“, so die Schwester mit einem zufriedenen Lächeln. Mit dem historischen Prozessionsweg haben die Verantwortlichen ein großartiges Kooperationsprojekt geschaffen, das die Identität mit dem Kardinal deutlich stärkt und am Geburtsort des Kardinals innovativ und einmalig ist. Ein Besuch bei einem Abstecher in den Dinklager Burgwald lohnt sich daher allemal. Am Tag vor der eigentlich geplanten Eröffnung des Prozessionsweges wird am  Samstag (20. März) der Film online veröffentlicht. Zu sehen ist dieser auf dem YouTube-Kanal der Stadt Dinklage. Der Link dazu kann auch über die Internetseite der Stadt unter www.dinklage.de abgerufen werden. Das Foto zeigt (von links): Andreas Kathe (Freunde und Förderer des Kardinals), Schmiedemeister Alfred Bullermann, Sr. Johanna und Bürgermeister Frank Bittner. Foto: Westermann


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