Stadt Dinklage gestaltet Trenkampsbach neu

Hase-Wasseracht setzt Planungen von Nordlohne & Bechly um

Die Stadt Dinklage gestaltet mit Hilfe der Hase-Wasseracht das Verbandsgewässer Trenkampsbach um. Diese Umgestaltung erfolgt zugunsten der Gewässerökologie und zur Schaffung von so genannten Hochwasser-Retentionsräumen, heißt es aus dem Rathaus. Die Planungen für die Umgestaltung hat das Ingenieurbüro Nordlohne & Bechly aus Lohne vorgenommen.

Die Arbeiten, die von der Hase-Wasseracht im Auftrage der Stadt Dinklage durchgeführt wurden, werden in dieser Woche abgeschlossen. Mit den Maßnahmen leistet die Stadt Dinklage einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und realisiert damit gleichzeitig den Eingriffsausgleich für den Bebauungsplan Nr. 99 „Trenkampsbach“.

Im Rahmen der Maßnahmen wurde der nördliche Uferbereich des Gewässers durch Abgrabungen zu einer Sekundäraue umgeformt. Bei einer Sekundäraue handelt es sich um eine an ein renaturiertes Fließgewässer angrenzende Fläche, die dem Gewässer eine eigendynamische Entwicklung bietet.

Die vorhandene Sohle des Gewässers hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verbreitert, sodass die Fließgeschwindigkeit im Gewässer abnahm. Durch Anpassung der Sohltiefe, des Gefälles und durch die Wiederherstellung der ursprünglichen Sohlenbreite von rund zwei Metern, wird die Fließgeschwindigkeit wieder erhöht und damit neue Sedimentablagerung reduziert. Ein Sedimentfang (punktuelle Gewässeraufweitung) wurde angelegt, um die noch verbleibenden Sandfrachten aufzufangen. Eine Vielzahl von Lebewesen zum Beispiel Fische oder Makrozoobenthos können in diesem Abschnitt neue Lebensräume finden.

„Auf rund 300 Metern wurde der bislang gradlinige Gewässerabschnitt durch eine teilweise Verlegung des Bachbetts leicht geschwungen und neu modelliert“, weiß der Geschäftsführer der Hase-Wasseracht, Simon Kollhoff. Dabei sei die Sohlenbreite angepasst und durch rund 50 bis 70 Zentimeter hohe mehrlagige Faschinen (Reisigbündel) die Böschung neu befestigt worden, so Kollhoff.

„Die Uferbereiche wurden bis rund 70 Zentimeter über der Sollsohlenhöhe abgegraben und die Gewässerböschung nach Norden verlegt“, sagt Anne Miosga vom Bauamt der Stadt Dinklage. Die dadurch entstandene Sekundäraue in einer Breite von fünf bis sieben Metern sei darüber hinaus in Richtung des neuen Böschungsfußes um bis zu 15 Zentimetern vertieft worden, damit sich im Falle einer Überflutung der Aue das Sediment dort ablagern könne, so Miosga weiter.

Die rund 54.000 Euro teure Maßnahme der Stadt Dinklage wurde durch den Wasser- und Bodenverband Hase-Wasseracht durchgeführt. Dazu hatte die Stadt Dinklage mit der Hase-Wasseracht eine Ausführungsvereinbarung geschlossen. Die Planungen erarbeitete das Ingenieurbüro Nordlohne & Bechly aus Lohne.

Bildunterschrift: Die Mitarbeiter der Hase-Wasseracht (v.l.) Ulrich Vaske, Klaas Schiplage und Arno Scheper sorgten für die Umsetzung der Auenentwicklung am Trenkampsbach. Text / Bild: Westermann, Stadt Dinklage

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Published on: 16 Juli
Posted by: Marlene Wegmann

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